Lehrveranstaltungen
Wichtiger Hinweis zur Planung
Bitte beachten Sie, dass es sich beim Kommentierten Vorlesungsverzeichnis um den aktuellen Bearbeitungsstand handelt. Alle im Kommentierten Vorlesungsverzeichnis aufgeführten Angaben erfolgen ohne Gewähr. Da die Semesterplanung ein dynamischer Prozess ist, kann es fortlaufend zu Änderungen und kurzfristigen Anpassungen (z. B. bei Terminen, Räumen oder Lehrpersonen) kommen.
Es wird daher empfohlen, die Einträge regelmäßig auf Aktualisierungen zu prüfen.
Fachwissenschaftliche Pflichtmodule – Wintersemester 2026/2027
PHF-BA-HIST-OS
(Epochale Orientierung: Systematik)
- Vorlesung – [Ge SLG - Rutz] Frauen in der Frühen Neuzeit. Eine Geschlechtergeschichte
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Andreas Rutz
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 290
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde ABS/0E11/H In Präsenz - Beschreibung
- „On ne naît pas femme, on le devient. – Man ist nicht als Frau geboren, man wird es.“ Dieser philosophische Blick auf das weibliche Geschlecht von Simone de Beauvoir aus dem Jahre 1949 umreißt sehr prägnant ein Problem, mit dem sich die Geschichtswissenschaft in den letzten drei Jahrzehnten zunehmend intensiv auseinandergesetzt hat: die gesellschaftliche Konstruktion von Frauen und – in Erweiterung der Perspektive – auch Männern. Insbesondere die Frühneuzeitforschung hat zu der diesbezüglichen Diskussion entscheidend beigetragen: Wie unterschied sich das Leben von Frauen und Männern in diesem Zeitraum? Welche Rollen wurden den Geschlechtern zugewiesen? Wie wurden diese im Alltag konstruiert und reproduziert? Gab es gegebenenfalls Möglichkeiten, sich vorgefügten Rollenerwartungen zu entziehen?
Die Vorlesung möchte die Geschichte(n) von Frauen und Männern in der Frühen Neuzeit in ihrer wechselseitigen Bezogenheit in den Blick nehmen. Unter den Schlagwörtern Distinktion, Partizipation und Repräsentation wird es 1. um Fragen der Geschlechterdifferenz gehen (Geschlechterdiskurse, Körper und Kleidung, Männerräume/Frauenräume, Ehe und Familie), 2. um die Teilhabe von Frauen am öffentlichen Leben (Bildung und Erziehung, Arbeit, Religion und Konfession, Politik und Herrschaft, Recht, Kunst, Musik und Theater, Wissenschaft, Literatur und Publizistik) sowie 3. um geschlechtsspezifische Repräsentationsformen (Männerbilder/Frauenbilder). Die allgemeinen Zusammenhänge sollen im Überblick sowie anhand von konkreten Beispielen aus Sachsen und den angrenzenden Regionen erörtert und vertieft werden. - Literatur
- Nolte, Cordula: Frauen und Männer in der Gesellschaft des Mittelalters (Geschichte kompakt), Darmstadt 2011; Opitz-Belakhal, Claudia: Geschlechtergeschichte (Historische Einführungen 8), Frankfurt a. M. u.a. 22018; Wiesner-Hanks, Merry-E.: Women and Gender in Early Modern Europe, Cambridge 42019; Wunder, Heide: „Er ist die Sonn’, sie ist der Mond“. Frauen in der frühen Neuzeit, München 1992.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Zeitfenster Lehramt
- Vorlesung – [Ge TG - Meiske] Die Große Beschleunigung. Vom Wirtschaftswunder zu den ökologischen Krisen der Gegenwart
- Lehrperson
-
- Dr. Martin Meiske
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 150
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde ASB/0120/H In Präsenz
PHF-BA-HIST-GVS
(Grundlagenvertiefung: Systematik)
- Seminar – [Ge SLG - Pollack] Einführung in die sorbische Geschichte
- Lehrperson
-
- Dr. Friedrich Pollack
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis HSZ/0E01/U In Präsenz bis HSZ/0301/U In Präsenz bis HSZ/0E01/U In Präsenz bis HSZ/0E01/U In Präsenz bis HSZ/0E01/U In Präsenz - Beschreibung
- Wie verändert sich unser Bild von der Geschichte, wenn wir gewohnte Sichtweisen verlassen und einen anderen Beobachterstandpunkt einnehmen? Die Geschichte der Sorben lädt zu einem solchen Perspektivwechsel ein.
Die Sorben sind eine nationale Minderheit in Deutschland. Sprache, Kultur und Geschichte prägen bis heute ihr Selbstverständnis als eigenständiges Volk (serbski lud). Ihr angestammtes Siedlungsgebiet liegt in der Lausitz, die darum den wichtigsten Schauplatz der sorbischen Geschichte bildet. Zugleich bestehen seit Jahrhunderten enge Beziehungen und Verflechtungen zur deutschen Mehrheitsgesellschaft, den slawischen Nachbarvölkern sowie anderen nationalen Minderheiten.
Sorbische Geschichte ist damit einerseits Teil der sächsischen, deutschen und auch europäischen Geschichte und bildet andererseits ein produktives Korrektiv hegemonialer historischer Diskurse. Die Beschäftigung mit der sorbischen Geschichte vermittelt nicht nur Kenntnisse über eine nationale Minderheit, sondern lädt auch dazu ein, historische Zusammenhänge aus nicht-dominanten, subalternen Perspektive kritisch zu hinterfragen. Von den Sorben her betrachtet, gewinnen so zahlreiche vermeintlich vertraute Kapitel der neueren Geschichte neue Konturen: von der Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress über die Revolutionen von 1848/49, die Gründung des Deutschen Reiches, die Weimarer Republik, die nationalsozialistische Diktatur und die DDR bis hin zur Friedlichen Revolution von 1989.
Das Seminar führt anhand ausgewählter Quellen und Forschungsliteratur in zentrale Entwicklungen der sorbischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts ein. Die Teilnehmenden erwerben grundlegendes Orientierungswissen und lernen wichtige Themen, Kontroversen und Hilfsmittel der sorabistischen Forschung kennen.
Das Seminar richtet sich an BA- und Lehramtsstudierende der Geschichte und Slavistik. Sorbische Sprachkenntnisse sind von Vorteil, werden aber nicht vorausgesetzt.
Das Seminar findet als Blockveranstaltung statt. Für den Erwerb eines Leistungsnachweises werden die durchgängige Teilnahme und aktive Mitarbeit an den Blockterminen erwartet. Ein Besuch der begleitenden Tutorien am Lehrstuhl für Sächsische Landesgeschichte wird empfohlen. - Literatur
- E. Pech: Zur Geschichte der Sorben in der Oberlausitz, in: Winfried Müller, Lars-Arne Dannenberg, Edmund Pech, Swen Steinberg: Kulturlandschaften Sachsens. Oberlausitz, Dresden/Leipzig 2011, S. 141-185; K. Lorenc (Hg.): Sorbisches Lesebuch/Serbska čitanka. Leipzig: Reclam 1981; H. Zwahr: Die Sorben: ihre neuere Geschichte vergleichend betrachtet. In: Lětopis. Zeitschrift für sorbische Ge-schichte und Kultur 48 (2001) 2, S. 3-28; Sorbisches Kulturlexikon Digital: https://www.sorabicon.de/kulturlexikon; APuZ-Themenheft „Lausitz“ (6-7/2020) online: https://www.bpb.de/apuz/304322/lausitz.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Zeitfenster Lehramt
- Seminar – [Ge SLG – Munke] Klemperers Tagebücher digital – Analysieren, Visualisieren und Kuratieren
- Lehrperson
-
- Martin Munke
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde BZW/A153/U In Präsenz - Beschreibung
- Das Tagebuch von Victor Klemperer, das er von 1918 bis 1959 durchgängig führte, ist für den Zeitraum 1933 bis 1945 eines der umfangreichsten Zeugnisse zur Verfolgung im Nationalsozialismus und zum Holocaust. Seine Tagebücher bieten daher vielfältige Zugänge zur digitalen Aufarbeitung, ethischen Reflexion und digitalen Darstellung von Zeugnissen zur Shoah.
Im Seminar werden die Tagebücher mit verschiedenen Methoden der Digital Humanities analysiert, um am Ende, wenn möglich, in ein städtisches Projekt zur Erinnerungsarbeit in Dresden einzufließen. Das Seminar folgt dabei dem chronologischen Vorgehen bei einem digitalen Erschließungsprojekt. Nach einer Einführung in die historische Thematik und der ethischen Reflexion über Quellen aus der Zeit des Holocaust, wird u.a. mit automatisierter Handschriftentexterkennung gearbeitet. Anschließend werden Methoden der Named Entity Recognition, Stilometrie, sowie der Sentiments- und Emotionsanalyse auf die Tagebücher angewendet. Nach dem Fokus auf die Erschließung und Analyse stehen die Visualisierung und die Publikationsmöglichkeiten bis hin zur digitalen Ausstellung im Vordergrund. Abschließend werden Möglichkeiten der Umsetzung eines RAG-Chatbots erprobt.
Das Seminar findet in Zusammenarbeit mit Stefan Leicht (Zentrum für Holocaust-Studien) aus dem DFG-Projekt H-Diaries statt. - Literatur
-
- Klemperer Online. Tagebücher 1918–1959 (Datenbank, Zugang über SLUB-Login)
- Todd Presner: Ethics of the Algorithm. Digital Humanities and Holocaust Memory, 2024 (E-Book, freier Zugang)
- Tim Cole/Alberto Giordano/Anne Kelly Knowles (Hgg.): Geographies of the Holocaust, 2014
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Seminar – [Ge TG - Ohlenforst] (Roh-)Stoffe der Zeitgeschichte. Historische Perspektiven auf die materielle Welt
- Lehrperson
-
- Sascha Ohlenforst
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 6. Doppelstunde BZW/A153/U In Präsenz - Beschreibung
- folgt
- Literatur
- folgt
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Seminar – [Ge TG - Meiske] Technik- und Wirtschaftsgeschichte der DDR
- Lehrperson
-
- Dr. Martin Meiske
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
PHF-BA-HIST-EWS
(Erweiterung Themen und Epochen: Systematik)
- Vorlesung – [Ge SLG - Rutz] Frauen in der Frühen Neuzeit. Eine Geschlechtergeschichte
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Andreas Rutz
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 290
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde ABS/0E11/H In Präsenz - Beschreibung
- „On ne naît pas femme, on le devient. – Man ist nicht als Frau geboren, man wird es.“ Dieser philosophische Blick auf das weibliche Geschlecht von Simone de Beauvoir aus dem Jahre 1949 umreißt sehr prägnant ein Problem, mit dem sich die Geschichtswissenschaft in den letzten drei Jahrzehnten zunehmend intensiv auseinandergesetzt hat: die gesellschaftliche Konstruktion von Frauen und – in Erweiterung der Perspektive – auch Männern. Insbesondere die Frühneuzeitforschung hat zu der diesbezüglichen Diskussion entscheidend beigetragen: Wie unterschied sich das Leben von Frauen und Männern in diesem Zeitraum? Welche Rollen wurden den Geschlechtern zugewiesen? Wie wurden diese im Alltag konstruiert und reproduziert? Gab es gegebenenfalls Möglichkeiten, sich vorgefügten Rollenerwartungen zu entziehen?
Die Vorlesung möchte die Geschichte(n) von Frauen und Männern in der Frühen Neuzeit in ihrer wechselseitigen Bezogenheit in den Blick nehmen. Unter den Schlagwörtern Distinktion, Partizipation und Repräsentation wird es 1. um Fragen der Geschlechterdifferenz gehen (Geschlechterdiskurse, Körper und Kleidung, Männerräume/Frauenräume, Ehe und Familie), 2. um die Teilhabe von Frauen am öffentlichen Leben (Bildung und Erziehung, Arbeit, Religion und Konfession, Politik und Herrschaft, Recht, Kunst, Musik und Theater, Wissenschaft, Literatur und Publizistik) sowie 3. um geschlechtsspezifische Repräsentationsformen (Männerbilder/Frauenbilder). Die allgemeinen Zusammenhänge sollen im Überblick sowie anhand von konkreten Beispielen aus Sachsen und den angrenzenden Regionen erörtert und vertieft werden. - Literatur
- Nolte, Cordula: Frauen und Männer in der Gesellschaft des Mittelalters (Geschichte kompakt), Darmstadt 2011; Opitz-Belakhal, Claudia: Geschlechtergeschichte (Historische Einführungen 8), Frankfurt a. M. u.a. 22018; Wiesner-Hanks, Merry-E.: Women and Gender in Early Modern Europe, Cambridge 42019; Wunder, Heide: „Er ist die Sonn’, sie ist der Mond“. Frauen in der frühen Neuzeit, München 1992.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Zeitfenster Lehramt
- Übung – [Ge SLG - Reppe] Kulturerbe in den Geschichtswissenschaften
- Lehrperson
-
- Antje Reppe
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 3. Doppelstunde BZW/A153/U In Präsenz - Beschreibung
- TU Dresden | Wintersemester 2026 / 2027
Ü: Kulturerbe-Konzepte und Geschichtswissenschaften (Mo., 3. DS)
Verantwortliche/r: Philipp Marko
Moderne / Neuere und Neueste Geschichte / Sächsische Landesgeschichte
Dozentin: Antje Reppe
Ort: BZW/A153/U; Zeit: Mo., 3. DS
Beschreibung:
Kulturerbe als eine Form der Vergegenwärtigung von Vergangenheit ist ein Konzept der nationalen und internationalen Kulturpolitik. Kulturerbe „wird gemacht“, das heißt es ist ein Ergebnis sozialer, diskursiver Praktiken, das sich aus Wertzuschreibungen ergibt.
In der Übung sollen Kulturerbe-Konzepte historisiert und die beteiligten Akteure beleuchtet werden. Anhand von Beispielen wird danach gefragt, welche Geschichtsbilder auf welche Art als kulturelles Erbe sichtbar und vermittelt werden. Konzepte von Erinnerungskultur und Begrifflichkeiten wie Authentizität, Tradition und Identität werden diskutiert.
Eine ausgeprägte Lektüre- und Diskussionsbereitschaft sind Voraussetzung für die Lehrveranstaltung. - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Zeitfenster Lehramt
- Vorlesung – [Ge TG - Meiske] Die Große Beschleunigung. Vom Wirtschaftswunder zu den ökologischen Krisen der Gegenwart
- Lehrperson
-
- Dr. Martin Meiske
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 150
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde ASB/0120/H In Präsenz
- Kolloquium – [Ge TG - Meiske] Forschen und Schreiben in der Technik- und Wirtschaftsgeschichte
- Lehrperson
-
- Dr. Martin Meiske
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 6. Doppelstunde BZW/A153/U In Präsenz
PHF-BA-HIST-EDA
(Einführung in die Geschichtswissenschaft: Disziplinen und Arbeitstechniken)
- Proseminar – [Ge SLG - Marko] Einführung in die Geschichtswissenschaft: Disziplinen und Arbeitstechniken – Sächsische Landesgeschichte
- Lehrperson
-
- Philipp Marko
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde BZW/A251/U In Präsenz - Beschreibung
- Im Laufe des Proseminars werden Sie einerseits die Gelegenheit erhalten, sich mit den essentiellen Arbeitstechniken der Geschichtswissenschaft vertraut zu machen. Im Kern geht es dabei um das Einüben grundlegender Formen des (geschichts-)wissenschaftlichen Arbeitens – um das Lesen, Verstehen und Beurteilen von wissenschaftlichen Texten, die Recherche und regelgeleitete Darstellung von Fachliteratur, das Erkennen themenspezifischer Diskurse und nicht zuletzt um das wissenschaftliche Schreiben selbst.
Andererseits werden wir uns in Grundzügen mit der Frage auseinandersetzen, was die Geschichtswissenschaft überhaupt zur Wissenschaft macht. Dabei werden wir nicht nur die historische Genese unseres Fachs und unterschiedliche geschichtswissenschaftliche Teilbereiche in den Blick nehmen, sondern auch über die verschiedenen Bedeutungen des Begriffs "Geschichte" und die Konsequenzen nachdenken, die sich aus dieser Mehrdeutigkeit für unser Fach ergeben.
Die thematische Unterfütterung des skizzierten Seminarprogramms wird sich vor diesem Hintergrund nicht an den mehr oder weniger engen Grenzen einer bestimmten historischen Epoche orientieren, sondern – passend zur temporalen Offenheit landesgeschichtlicher Forschung – ganz verschiedene Bereiche und Zeiten vergangener Lebenswirklichkeit berühren. - Literatur
- Jordan, Stefan: Einführung in das Geschichtsstudium (Reclams Universal-Bibliothek Nr. 19495), durchges. u. aktual. Ausgabe, Ditzingen 2021.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Zeitfenster Lehramt
- Proseminar – [Ge NNG - Schulze] Disziplinen und Arbeitstechniken – Neuere und Neueste Geschichte
- Lehrperson
-
- Aron Schulze
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde HSZ/0E03/U In Präsenz - Beschreibung
- Im Proseminar wird in die Disziplinen und Arbeitstechniken der Geschichtswissenschaft am Beispiel der Neueren und Neuesten Geschichte eingeführt. Die Studierenden lernen, mit wissenschaftlichen Texten umzugehen, diese zu recherchieren und erkenntnisorientiert zu erarbeiten. Darüber hinaus machen wir uns mit verschiedenen Formen historischer Forschungsliteratur vertraut und diskutieren die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens im Fach Geschichte (Recherchieren, Lesen, Interpretieren, Schreiben).
Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf der Zeitgeschichte nach 1945, sodass entsprechende Literaturformate und Arbeitstechniken an deren Beispiel erläutert und vertieft werden.
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft, sich intensiv mit der bereitgestellten Literatur auseinanderzusetzen sowie regelmäßig an den Präsenzsitzungen teilzunehmen. Die Vorbereitung für die einzelnen Sitzungen erfolgt durch die Lektüre und Erarbeitung der in OPAL zur Verfügung gestellten Texte. - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Zeitfenster Lehramt
- Proseminar – [Ge MG - Caspar] Disziplinen und Arbeitstechniken - Mittelalter
- Lehrperson
-
- Cornelius Caspar
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 1. Doppelstunde BZW/A153/U In Präsenz
- Proseminar – [Ge FN - Kruk] Einführung in die Geschichtswissenschaft: Disziplinen und Arbeitstechniken – Frühe Neuzeit
- Lehrperson
-
- Dr. Oliver Kruk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 6. Doppelstunde BZW/A255/U In Präsenz
- Proseminar – [Ge TG - Ohlenforst] Disziplinen und Arbeitstechniken
- Lehrperson
-
- Sascha Ohlenforst
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BZW/A152/U In Präsenz - Beschreibung
- folgt
- Literatur
- folgt
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Vorlesung – [Ge Did - Link] Einführungsvorlesung HIST-EDA
- Lehrperson
-
- Corinna Link
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 300
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 3. Doppelstunde HSZ/0004/H In Präsenz - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Zeitfenster Lehramt
- Tutorium – [Ge MG - NN] Tutorium Mittelalterliche Geschichte
- Lehrperson
- N.N.
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde SE2/0122/U In Präsenz - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Tutorium – [Ge SLG - Steuber/Flammiger] Tutorium – HIST-EDA (SLG)
- Lehrperson
-
- Anabel Steuber
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde BZW/HSZ In Präsenz - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
PHF-BA-HIST-ONZ
(Epochale Orientierung: Neuzeit)
- Vorlesung – [Ge NNG - Ellerbrock] Theorien und Methoden in der Geschichtswissenschaft: vom Historismus zur Emotionsgeschichte und Digital Humanities
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Dagmar Ellerbrock
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 80
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde BZW/A253/U In Präsenz - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Vorlesung – [Ge SLG - Rutz] Frauen in der Frühen Neuzeit. Eine Geschlechtergeschichte
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Andreas Rutz
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 290
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde ABS/0E11/H In Präsenz - Beschreibung
- „On ne naît pas femme, on le devient. – Man ist nicht als Frau geboren, man wird es.“ Dieser philosophische Blick auf das weibliche Geschlecht von Simone de Beauvoir aus dem Jahre 1949 umreißt sehr prägnant ein Problem, mit dem sich die Geschichtswissenschaft in den letzten drei Jahrzehnten zunehmend intensiv auseinandergesetzt hat: die gesellschaftliche Konstruktion von Frauen und – in Erweiterung der Perspektive – auch Männern. Insbesondere die Frühneuzeitforschung hat zu der diesbezüglichen Diskussion entscheidend beigetragen: Wie unterschied sich das Leben von Frauen und Männern in diesem Zeitraum? Welche Rollen wurden den Geschlechtern zugewiesen? Wie wurden diese im Alltag konstruiert und reproduziert? Gab es gegebenenfalls Möglichkeiten, sich vorgefügten Rollenerwartungen zu entziehen?
Die Vorlesung möchte die Geschichte(n) von Frauen und Männern in der Frühen Neuzeit in ihrer wechselseitigen Bezogenheit in den Blick nehmen. Unter den Schlagwörtern Distinktion, Partizipation und Repräsentation wird es 1. um Fragen der Geschlechterdifferenz gehen (Geschlechterdiskurse, Körper und Kleidung, Männerräume/Frauenräume, Ehe und Familie), 2. um die Teilhabe von Frauen am öffentlichen Leben (Bildung und Erziehung, Arbeit, Religion und Konfession, Politik und Herrschaft, Recht, Kunst, Musik und Theater, Wissenschaft, Literatur und Publizistik) sowie 3. um geschlechtsspezifische Repräsentationsformen (Männerbilder/Frauenbilder). Die allgemeinen Zusammenhänge sollen im Überblick sowie anhand von konkreten Beispielen aus Sachsen und den angrenzenden Regionen erörtert und vertieft werden. - Literatur
- Nolte, Cordula: Frauen und Männer in der Gesellschaft des Mittelalters (Geschichte kompakt), Darmstadt 2011; Opitz-Belakhal, Claudia: Geschlechtergeschichte (Historische Einführungen 8), Frankfurt a. M. u.a. 22018; Wiesner-Hanks, Merry-E.: Women and Gender in Early Modern Europe, Cambridge 42019; Wunder, Heide: „Er ist die Sonn’, sie ist der Mond“. Frauen in der frühen Neuzeit, München 1992.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Zeitfenster Lehramt
- Vorlesung – [GE FN - Ziegler] Stuart England (1603-1714)
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Hannes Ziegler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 250
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde ABS/0E11/H In Präsenz
- Vorlesung – [Ge NNG - Kind-Kovacs] Healing after the Holocaust: Survivors in Postwar Europe
- Lehrperson
-
- PD Dr. Friederike Kind-Kovács
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 100
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 5. Doppelstunde MER/0002/H Hybrid - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
PHF-BA-HIST-GVNZ
(Grundlagenvertiefung: Neuzeit)
- Seminar – [Ge FN - Kruk] Träume(n) in der Frühen Neuzeit
- Lehrperson
-
- Dr. Oliver Kruk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde BZW/A255/U In Präsenz
- Seminar – [Ge SLG - Pollack] Einführung in die sorbische Geschichte
- Lehrperson
-
- Dr. Friedrich Pollack
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis HSZ/0E01/U In Präsenz bis HSZ/0301/U In Präsenz bis HSZ/0E01/U In Präsenz bis HSZ/0E01/U In Präsenz bis HSZ/0E01/U In Präsenz - Beschreibung
- Wie verändert sich unser Bild von der Geschichte, wenn wir gewohnte Sichtweisen verlassen und einen anderen Beobachterstandpunkt einnehmen? Die Geschichte der Sorben lädt zu einem solchen Perspektivwechsel ein.
Die Sorben sind eine nationale Minderheit in Deutschland. Sprache, Kultur und Geschichte prägen bis heute ihr Selbstverständnis als eigenständiges Volk (serbski lud). Ihr angestammtes Siedlungsgebiet liegt in der Lausitz, die darum den wichtigsten Schauplatz der sorbischen Geschichte bildet. Zugleich bestehen seit Jahrhunderten enge Beziehungen und Verflechtungen zur deutschen Mehrheitsgesellschaft, den slawischen Nachbarvölkern sowie anderen nationalen Minderheiten.
Sorbische Geschichte ist damit einerseits Teil der sächsischen, deutschen und auch europäischen Geschichte und bildet andererseits ein produktives Korrektiv hegemonialer historischer Diskurse. Die Beschäftigung mit der sorbischen Geschichte vermittelt nicht nur Kenntnisse über eine nationale Minderheit, sondern lädt auch dazu ein, historische Zusammenhänge aus nicht-dominanten, subalternen Perspektive kritisch zu hinterfragen. Von den Sorben her betrachtet, gewinnen so zahlreiche vermeintlich vertraute Kapitel der neueren Geschichte neue Konturen: von der Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress über die Revolutionen von 1848/49, die Gründung des Deutschen Reiches, die Weimarer Republik, die nationalsozialistische Diktatur und die DDR bis hin zur Friedlichen Revolution von 1989.
Das Seminar führt anhand ausgewählter Quellen und Forschungsliteratur in zentrale Entwicklungen der sorbischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts ein. Die Teilnehmenden erwerben grundlegendes Orientierungswissen und lernen wichtige Themen, Kontroversen und Hilfsmittel der sorabistischen Forschung kennen.
Das Seminar richtet sich an BA- und Lehramtsstudierende der Geschichte und Slavistik. Sorbische Sprachkenntnisse sind von Vorteil, werden aber nicht vorausgesetzt.
Das Seminar findet als Blockveranstaltung statt. Für den Erwerb eines Leistungsnachweises werden die durchgängige Teilnahme und aktive Mitarbeit an den Blockterminen erwartet. Ein Besuch der begleitenden Tutorien am Lehrstuhl für Sächsische Landesgeschichte wird empfohlen. - Literatur
- E. Pech: Zur Geschichte der Sorben in der Oberlausitz, in: Winfried Müller, Lars-Arne Dannenberg, Edmund Pech, Swen Steinberg: Kulturlandschaften Sachsens. Oberlausitz, Dresden/Leipzig 2011, S. 141-185; K. Lorenc (Hg.): Sorbisches Lesebuch/Serbska čitanka. Leipzig: Reclam 1981; H. Zwahr: Die Sorben: ihre neuere Geschichte vergleichend betrachtet. In: Lětopis. Zeitschrift für sorbische Ge-schichte und Kultur 48 (2001) 2, S. 3-28; Sorbisches Kulturlexikon Digital: https://www.sorabicon.de/kulturlexikon; APuZ-Themenheft „Lausitz“ (6-7/2020) online: https://www.bpb.de/apuz/304322/lausitz.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Zeitfenster Lehramt
- Seminar – [Ge SLG – Munke] Klemperers Tagebücher digital – Analysieren, Visualisieren und Kuratieren
- Lehrperson
-
- Martin Munke
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde BZW/A153/U In Präsenz - Beschreibung
- Das Tagebuch von Victor Klemperer, das er von 1918 bis 1959 durchgängig führte, ist für den Zeitraum 1933 bis 1945 eines der umfangreichsten Zeugnisse zur Verfolgung im Nationalsozialismus und zum Holocaust. Seine Tagebücher bieten daher vielfältige Zugänge zur digitalen Aufarbeitung, ethischen Reflexion und digitalen Darstellung von Zeugnissen zur Shoah.
Im Seminar werden die Tagebücher mit verschiedenen Methoden der Digital Humanities analysiert, um am Ende, wenn möglich, in ein städtisches Projekt zur Erinnerungsarbeit in Dresden einzufließen. Das Seminar folgt dabei dem chronologischen Vorgehen bei einem digitalen Erschließungsprojekt. Nach einer Einführung in die historische Thematik und der ethischen Reflexion über Quellen aus der Zeit des Holocaust, wird u.a. mit automatisierter Handschriftentexterkennung gearbeitet. Anschließend werden Methoden der Named Entity Recognition, Stilometrie, sowie der Sentiments- und Emotionsanalyse auf die Tagebücher angewendet. Nach dem Fokus auf die Erschließung und Analyse stehen die Visualisierung und die Publikationsmöglichkeiten bis hin zur digitalen Ausstellung im Vordergrund. Abschließend werden Möglichkeiten der Umsetzung eines RAG-Chatbots erprobt.
Das Seminar findet in Zusammenarbeit mit Stefan Leicht (Zentrum für Holocaust-Studien) aus dem DFG-Projekt H-Diaries statt. - Literatur
-
- Klemperer Online. Tagebücher 1918–1959 (Datenbank, Zugang über SLUB-Login)
- Todd Presner: Ethics of the Algorithm. Digital Humanities and Holocaust Memory, 2024 (E-Book, freier Zugang)
- Tim Cole/Alberto Giordano/Anne Kelly Knowles (Hgg.): Geographies of the Holocaust, 2014
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Seminar – [Ge TG - Ohlenforst] (Roh-)Stoffe der Zeitgeschichte. Historische Perspektiven auf die materielle Welt
- Lehrperson
-
- Sascha Ohlenforst
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 6. Doppelstunde BZW/A153/U In Präsenz - Beschreibung
- folgt
- Literatur
- folgt
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Seminar – [Ge TG - Meiske] Technik- und Wirtschaftsgeschichte der DDR
- Lehrperson
-
- Dr. Martin Meiske
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Seminar – [Ge NNG - Fehlemann] Geschichte der Kindheit im 20. Jahrhundert
- Lehrperson
-
- PD Dr. Silke Fehlemann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde HSZ/0401/H In Präsenz - Beschreibung
- Kindheitsgeschichte hat eine doppelte Ausrichtung. Zum einen ist es spannend, sich anzuschauen, wie Kinder in vergangenen Epochen unter unterschiedlichen politischen Systemen geboren, erzogen, ausgebildet, ernährt und versorgt wurden und wie ihr jeweiliger Alltag aussah, zum anderen ist Kindheitsgeschichte immer auch ein Spiegel der allgemeinen Geschichte und kann viel über Normen, Werte und Ordnungen der jeweiligen Gesellschaften aussagen. Anhand ganz unterschiedlicher Quellen wie Schulbüchern, Hebammen-Lehrbüchern und Erziehungsratgebern sowie Selbstzeugnissen wie Briefen, Tagebüchern und Erinnerungen soll im Seminar ein breites Spektrum an Zugängen zur Kindheitsgeschichte erarbeitet werden. Diese Themen sollen beispielhaft in das Studium der neueren Geschichte einführen. Dabei wird auch das wissenschaftliche Arbeiten vertiefend erläutert.
- Literatur
-
- Zur Einführung:
- -Eckert, Georg/ Thorsten Beigel: Historisch Arbeiten: Handreichung zum Geschichtsstudium, Wien u.a. 2019
- -Freytag, Nils /Wolfgang Piereth, Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten, 5. Aufl. Wien u.a. 2011
- -Gebhardt, Miriam: Die Angst vor dem kindlichen Tyrannen. Eine Geschichte der Erziehung im 20. Jahrhundert, München 2009
- - Kössler, Till:Neue Ansätze der historischen Kindheitsforschung, in: Neue Politische Literatur 64 (2019), S. 537–558
- - Winkler, Martina: Kindheitsgeschichte,
- Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte,17.10.2016, https://docupedia.de/zg/Winkler_kindheitsgeschichte_v1_de_2016Win
- Seminar – [Ge NNG - Schütz] Disruptionen und Transformationen in der DDR
- Lehrperson
-
- Dr. Johannes Schütz
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 3. Doppelstunde ABS/0214/U In Präsenz - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
PHF-BA-HIST-EWNZ
(Erweiterung Themen und Epochen: Neuzeit)
- Vorlesung – [Ge NNG - Ellerbrock] Theorien und Methoden in der Geschichtswissenschaft: vom Historismus zur Emotionsgeschichte und Digital Humanities
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Dagmar Ellerbrock
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 80
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde BZW/A253/U In Präsenz - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Vorlesung – [Ge SLG - Rutz] Frauen in der Frühen Neuzeit. Eine Geschlechtergeschichte
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Andreas Rutz
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 290
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde ABS/0E11/H In Präsenz - Beschreibung
- „On ne naît pas femme, on le devient. – Man ist nicht als Frau geboren, man wird es.“ Dieser philosophische Blick auf das weibliche Geschlecht von Simone de Beauvoir aus dem Jahre 1949 umreißt sehr prägnant ein Problem, mit dem sich die Geschichtswissenschaft in den letzten drei Jahrzehnten zunehmend intensiv auseinandergesetzt hat: die gesellschaftliche Konstruktion von Frauen und – in Erweiterung der Perspektive – auch Männern. Insbesondere die Frühneuzeitforschung hat zu der diesbezüglichen Diskussion entscheidend beigetragen: Wie unterschied sich das Leben von Frauen und Männern in diesem Zeitraum? Welche Rollen wurden den Geschlechtern zugewiesen? Wie wurden diese im Alltag konstruiert und reproduziert? Gab es gegebenenfalls Möglichkeiten, sich vorgefügten Rollenerwartungen zu entziehen?
Die Vorlesung möchte die Geschichte(n) von Frauen und Männern in der Frühen Neuzeit in ihrer wechselseitigen Bezogenheit in den Blick nehmen. Unter den Schlagwörtern Distinktion, Partizipation und Repräsentation wird es 1. um Fragen der Geschlechterdifferenz gehen (Geschlechterdiskurse, Körper und Kleidung, Männerräume/Frauenräume, Ehe und Familie), 2. um die Teilhabe von Frauen am öffentlichen Leben (Bildung und Erziehung, Arbeit, Religion und Konfession, Politik und Herrschaft, Recht, Kunst, Musik und Theater, Wissenschaft, Literatur und Publizistik) sowie 3. um geschlechtsspezifische Repräsentationsformen (Männerbilder/Frauenbilder). Die allgemeinen Zusammenhänge sollen im Überblick sowie anhand von konkreten Beispielen aus Sachsen und den angrenzenden Regionen erörtert und vertieft werden. - Literatur
- Nolte, Cordula: Frauen und Männer in der Gesellschaft des Mittelalters (Geschichte kompakt), Darmstadt 2011; Opitz-Belakhal, Claudia: Geschlechtergeschichte (Historische Einführungen 8), Frankfurt a. M. u.a. 22018; Wiesner-Hanks, Merry-E.: Women and Gender in Early Modern Europe, Cambridge 42019; Wunder, Heide: „Er ist die Sonn’, sie ist der Mond“. Frauen in der frühen Neuzeit, München 1992.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Zeitfenster Lehramt
- Seminar – [GE FN - Kästner] Einführung in die Paläographie der Neuzeit
- Lehrperson
-
- Dr. Alexander Kästner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Tba
- Beschreibung
- Blockveranstaltung, 8.-12.2., jeweils 9-12 und 13-15 Uhr.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Übung – [Ge FN - Kästner] Quellenarbeit mit generativer KI - eine Annäherung
- Lehrperson
-
- Dr. Alexander Kästner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BZW/A152/U In Präsenz - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Vorlesung – [GE FN - Ziegler] Stuart England (1603-1714)
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Hannes Ziegler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 250
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde ABS/0E11/H In Präsenz
- Übung – [GE FN - Ziegler] Die Krisen Englands im 17. Jahrhundert: Quellen und Forschungen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Hannes Ziegler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde BZW/A153/U In Präsenz
- Übung – [Ge SLG - Reppe] Kulturerbe in den Geschichtswissenschaften
- Lehrperson
-
- Antje Reppe
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 3. Doppelstunde BZW/A153/U In Präsenz - Beschreibung
- TU Dresden | Wintersemester 2026 / 2027
Ü: Kulturerbe-Konzepte und Geschichtswissenschaften (Mo., 3. DS)
Verantwortliche/r: Philipp Marko
Moderne / Neuere und Neueste Geschichte / Sächsische Landesgeschichte
Dozentin: Antje Reppe
Ort: BZW/A153/U; Zeit: Mo., 3. DS
Beschreibung:
Kulturerbe als eine Form der Vergegenwärtigung von Vergangenheit ist ein Konzept der nationalen und internationalen Kulturpolitik. Kulturerbe „wird gemacht“, das heißt es ist ein Ergebnis sozialer, diskursiver Praktiken, das sich aus Wertzuschreibungen ergibt.
In der Übung sollen Kulturerbe-Konzepte historisiert und die beteiligten Akteure beleuchtet werden. Anhand von Beispielen wird danach gefragt, welche Geschichtsbilder auf welche Art als kulturelles Erbe sichtbar und vermittelt werden. Konzepte von Erinnerungskultur und Begrifflichkeiten wie Authentizität, Tradition und Identität werden diskutiert.
Eine ausgeprägte Lektüre- und Diskussionsbereitschaft sind Voraussetzung für die Lehrveranstaltung. - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Zeitfenster Lehramt
- Vorlesung – [Ge NNG - Kind-Kovacs] Healing after the Holocaust: Survivors in Postwar Europe
- Lehrperson
-
- PD Dr. Friederike Kind-Kovács
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 100
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 5. Doppelstunde MER/0002/H Hybrid - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Übung – [Ge HAIT – Thoss] Orte der Präsenz des NS in Dresden - Quellen, Interpretation und digitale Kartierung
- Lehrperson
-
- Michael Thoss
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis TIL/110 In Präsenz bis TIL/110 In Präsenz bis TIL/110 In Präsenz bis TIL/110 In Präsenz
PHF-BA-HIST-OAMG
(Epochale Orientierung: Alte und Mittelalterliche Geschichte)
- Vorlesung – [GE AG - Lundgreen] Babylon bis Barbarossa
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Christoph Lundgreen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 250
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde ABS/0E11/H In Präsenz - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
PHF-BA-HIST-GVAMG
(Grundlagenvertiefung: Alte und Mittelalterliche Geschichte)
- Seminar – [Ge MG - Bruhn] Exil und Diaspora im Mittelalter
- Lehrperson
-
- Dr. Stephan Bruhn
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BZW/A153/U In Präsenz
- Hauptseminar – [Ge MG - Breitenstein] Zwischen Klausur und Welt: Geschichte der Frauenklöster im Mittelalter
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Mirko Breitenstein
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde SE2/0201/H In Präsenz
PHF-BA-HIST-EWAMG
(Erweiterung Themen und Epochen: Alte und Mittelalterliche Geschichte)
- Vorlesung – [GE AG - Lundgreen] Babylon bis Barbarossa
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Christoph Lundgreen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 250
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde ABS/0E11/H In Präsenz - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Übung – [GE AG - Lundgreen] Übung zur Vorlesung Babylon bis Barbarossa
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Christoph Lundgreen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 250
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde ABS/2-01/U In Präsenz - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Übung – [Ge MG - Bruhn] England im Frühmittelalter (ca. 450–1100) – Quellen und Forschungen
- Lehrperson
-
- Dr. Stephan Bruhn
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde BZW/A251/U In Präsenz
PHF-BA-HIST-FP
(Geschichtswissenschaftliche Forschungspraxis)
- Seminar – [Ge BO - Brixius] Botanische Gärten erzählen Geschichte: Pflanzen, Forschung, Öffentlichkeit
- Lehrperson
-
- JProf. Dr. Dorit Brixius
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde BZW/A152/U In Präsenz - Beschreibung
- Dieses botanisch-historisch informierte Seminar verbindet Wissenschafts-, Kolonial- und Umweltgeschichte mit Botanik, Medienpraxis und Bildungsarbeit. Gemeinsam erkunden wir die Entstehung botanischer Gärten vom 18. bis 20. Jahrhundert – als Orte wissenschaftlicher Neugier, globaler Pflanzenzirkulation und kolonialer Macht. Anhand von Fallstudien wie den Kew Gardens, Mauritius oder der Berliner Zentralstelle diskutieren wir Themen wie Pflanzentransfer, Nutzpflanzen, Herbarien und Gartenarchitektur.
Im zweiten Teil rückt der Botanische Garten Dresden in den Mittelpunkt: Welche historischen Pflanzen existieren dort noch heute? Welche Geschichten von Handel, Forschung, Migration und Umweltwandel sind mit ihnen verbunden? Ziel des Seminars ist die gemeinsame Entwicklung eines Audioguides für den Botanischen Garten Dresden, der ausgewählte historische Pflanzen und ihre Geschichten für ein breites Publikum hörbar macht. Dafür arbeiten die Teilnehmenden eng mit der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Gartens zusammen. Durch eigene Recherchen in historischen Quellen verbinden Sie wissenschaftliches Arbeiten mit kreativer Wissensvermittlung. Die fertigen Audioguides sollen im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften 2027 erstmals öffentlich präsentiert werden.
Es handelt sich um ein interdisziplinäres Seminar für Geschichte und Didaktik der Biologie.