Lehrveranstaltungen
Wichtiger Hinweis zur Planung
Bitte beachten Sie, dass es sich beim Kommentierten Vorlesungsverzeichnis um den aktuellen Bearbeitungsstand handelt. Alle im Kommentierten Vorlesungsverzeichnis aufgeführten Angaben erfolgen ohne Gewähr. Da die Semesterplanung ein dynamischer Prozess ist, kann es fortlaufend zu Änderungen und kurzfristigen Anpassungen (z. B. bei Terminen, Räumen oder Lehrpersonen) kommen.
Es wird daher empfohlen, die Einträge regelmäßig auf Aktualisierungen zu prüfen.
Gesamtansicht – Wintersemester 2026/2027
PHF-BA-KG-ÜM 2
(Epochen der Kunstgeschichte II)
- Vorlesung – [KuM Kg - Müller] Epochenvorlesung Barock
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Jürgen Müller
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 200
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde ABS/0E11/H In Präsenz - Beschreibung
- Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Kunst vom Ende des 16. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts – von der Gegenreformation bis zur Aufklärung. Die Kunstwerke dieser Zeit bedienten sich im Dienste sakraler wie profaner Propaganda einer ausgefeilten visuellen Rhetorik. Zugleich brachten sie zunehmend die individuellen Vorstellungen und künstlerischen Ansprüche ihrer Schöpfer zum Ausdruck, die sich in dieser Zeit verstärkt von ihrem traditionellen Status als Handwerker zu emanzipieren suchten. Damit etablierte sich allmählich die Vorstellung von der Autonomie des Künstlers. Parallel dazu entwickelte sich der moderne Kunstmarkt, der seinerseits maßgeblichen Einfluss auf die Produktion und Rezeption von Kunst gewann.
Die Vorlesung behandelt – überwiegend in monographischer Form – ausgewählte Werke der Architektur und der Bildkünste. An ihnen lassen sich exemplarisch übergreifende Phänomene und Zusammenhänge der Epoche aufzeigen und zugleich unterschiedliche kunsthistorische Methoden erproben.
Die erste Vorlesung findet am 22.10. statt. - Literatur
- Dietrich Erben: Die Kunst des Barock, München 32021 (C.H.BECK Wissen, Bd. 2557).
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Vorlesung – [KuM Kg - Köhl] Einführung in die Kunst des Mittelalters II: Hochmittelalter (11. bis 13. Jahrhundert.)
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Sascha Köhl
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 80
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde ABS/0E08/H In Präsenz - Beschreibung
- Die Vorlesung gibt einen Überblick über bedeutende Werke und wichtige Themen der Kunst des hohen Mittelalters. Die Veranstaltung ist als Europareise angelegt, die am Speyerer Dom als europäischem Hauptwerk der romanischen Architektur beginnt, über weitere bedeutende bild- und baukünstlerische Zentren zwischen Spanien und Byzanz sowie England und Sizilien führt, und beim Meißner Dom als regionalem Hauptwerk gotischer Architektur, Skulptur und Glasmalerei schließt. Die Vorlesung ist Teil einer dreiteiligen Reihe von Überblicksvorlesungen zur Kunst des Mittelalters, die im nächsten Semester mit einem Blick auf die Kunst des späten Mittelalters fortgesetzt wird.
Die erste Vorlesung findet am 21.10. statt. - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Tutorium – [KuM Kg - Tut] Tutorium Überblicksvorlesung Barock
- Lehrperson
-
- Kg Tutor/-in
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde ABS/0114/U In Präsenz - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
PHF-BA-KG-VM 3
(Themenportal Kunst der Moderne (19. Jahrhundert - Gegenwart))
- Seminar – [KuM Kg - Geuer] Feuer in der Gegenwartskunst
- Lehrperson
-
- Dr. Lena Geuer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde ABS/0114/U In Präsenz - Beschreibung
- Unsere Zeit (b)rennt! In keinem menschlichen Zeitalter zuvor wurde soviel verbrannt wie im ‚Anthropozän‘, dem Zeitalter des anthropogenen Klimawandels. Feuer ist heute überall und scheint dennoch aus urbanen und privaten Räumen – zumindest ästhetisch – immer mehr zu verschwinden: Solarlampen ersetzen Wachskerzen, der Induktions- den Gasherd, Heizungen vertreiben Holzöfen. Trotzdem ist das Feuer so präsent wie nie zuvor. Denn der im 21. Jahrhundert aggressive Einsatz von fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Erdgas oder Kohle setzt Verbrennungsprozesse voraus, die ohne Feuer nicht möglich wären. Was hat es also mit dem Feuer, welches laut des Philosophen und Chemikers Jens Soentgen tierische und menschliche Kulturen sowie deren Verhalten seit jeher gestaltet und steuert, nun auf sich? Das Seminar „Feuer in der Gegenwartskunst“ setzt beim Feuer an und fragt nach seinen Verwicklungen in ökologische, soziale sowie ästhetische Prozesse. Ein zentrales Thema, welches in diesem Kontext anhand künstlerischer Arbeiten untersucht werden soll, bilden Waldbrände und ihre unterschiedlichen Auslöser bzw. (extraktiven) Funktionen. Zeitgenössische Künstler:innen wie Jeewi Lee, Julius von Bismarck, Ignacio Acosta oder auch Armin Linke haben in ihren Arbeiten auf unterschiedliche Art und Weise Waldbrände erforscht und in Bildern manifestiert. Im Seminar wollen wir die verschiedenen Herangehensweisen und Perspektiven kennenlernen, die mit und rund ums Feuer entstehen. Dazu zählt u.a. auch die des ‚Pyrofeminismus‘, nämlich die weibliche Aneignung des Feuers.
Zugleich soll der vielfältige Begriff des Feuers beleuchtet werden, der von Ambivalenzen geprägt ist. Denn Feuer kann Leben ermöglichen aber auch zerstören, es ist magisch und zentraler Bestandteil spiritueller Rituale, zugleich ist sein Rauch giftig und hinterlässt gefährliche Spuren. Das Faszinosum Feuer hat Künstler:innen seit jeher begeistert und inspiriert, im Seminar werden wir unseren Blick auf die Gegenwartskünste richten und ihre Bedeutung in Hinblick auf ökologische Frage- und Problemstellungen erforschen. Ein weiterer für das 21. Jahrhundert bedeutender Aspekt des Feuers, den die Künstlerin und Theoretikerin Hito Steyerl in ihrem Buch „Medium Hot: Bilder in Zeiten der Hitze“ verfolgt, befasst sich mit den Zusammenhängen von Thermodynamiken und Künstlicher Intelligenz. So werden schließlich auch Fragen nach der digitalen Bildgenerierung und deren künstlerischen Bedeutung Teil der Seminardiskussionen darstellen.
Die erste Veranstaltung dieses Seminares findet am 13.10. statt. - Literatur
-
- Bickmann, Isa (2026): Die Macht des Feuers. Objekt, Material, Zeichen. In: Kunstforum International (Hg.): Feuerwerke. Kunst in Flammen (308), S. 48–63.
- Cogos, Sarah (2020): Fire, people and reindeer in the boreal forest. the role of fire in the historical and contemporary interactions between Sami reindeer herding and forest management in northern Sweden. Ecology, environment. Université Paris-Saclay. Online verfügbar unter https://theses.hal.science/tel-03130524/file/82125_COGOS_2020_archivage.pdf.
- Draxler, Helmut: Das brennende Bild. Eine Kunstgeschichte des Feuers in der Neueren Zeit. In: Kunstforum International 1987 (87).
- Fowkes, Maja; Fowkes, Reuben (2022): Art and climate change. London, New York: Thames & Hudson (World of art).
- Heiser, Jörg (2026): Wie Hito Steyerl den Datenmüll durchkämmt. Republik. Zürich. Online verfügbar unter https://www.republik.ch/2026/07/07/wie-hito-steyerl-den-datenmuell-durchkaemmt.
- Kunstforum International (Hg.) (2026): Feuerwerke. Kunst in Flammen (308).
- Olman, Lynda; Schneider, Birgit (2024): Global Forest Visualization. From Green Marbles to Storyworlds. Oxford: Taylor & Francis Group (Routledge Focus on Environment and Sustainability Series).
- Ryd, Yngve (2024): Flamme und Glut. Die Feuerkunst der Samen. 1. Auflage. Berlin: Matthes & Seitz Berlin.
- Soentgen, Jens (2021): Pakt mit dem Feuer. Philosophie eines weltverändernden Bundes. Erste Auflage. Berlin: Matthes & Seitz Berlin.
- Steyerl, Hito (2025): Medium hot. Bilder in Zeiten der Hitze. Zürich, Berlin: Diaphanes.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Seminar – [KuM Kg - Schmidt] Plattenbauten als filmischer und künstlerischer Projektionsraum
- Lehrperson
-
- Dr. Frank Schmidt
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde ABS/0114/U In Präsenz - Beschreibung
- Industrielles Bauen und insbesondere der Plattenbau rücken in den vergangenen Jahren verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit. Anteil daran haben Ausstellungen wie „Wohnkomplex. Kunst und Leben im Plattenbau“ im Potsdamer Kunsthaus DAS MINSK (2025/26), „PLATTE OST / WEST. Wohnen und Bauen in Großtafelbauweise“ im Dresdner Stadtmuseum (bis 28. Februar 2027) und „Platte. Leben in der Großwohnsiedlung“ im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig (bis 17. Januar 2027). Sie thematisieren die Geschichte industrieller Bauweisen in Ost und West ebenso wie deren künstlerische Reflexion, die gesellschaftlichen Vorstellungen, die mit ihnen verbunden waren, und die individuellen Erfahrungen ihrer Bewohner*innen. Ausgehend von dieser Konjunktur nimmt das Seminar die Frage in den Blick, wie Plattenbauten und andere Formen der Großwohnsiedlung im Film und in der Bildenden Kunst mit unterschiedlichen gesellschaftlichen, politischen und erinnerungskulturellen Bedeutungen aufgeladen worden und werden.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Medium Film. Am Vorabend der politischen Wende entstanden ist Peter Kahanes „Die Architekten" (DDR 1990), der heute häufig als Abgesang auf die DDR gelesen wird. Indem er vom Scheitern eines ambitionierten Projekts in einer Ost-Berliner Satellitenstadt erzählt, zeigt das Werk die Diskrepanz zwischen planerischer Utopie und gesellschaftlicher Realität auf. Die politischen und sozialen Folgen der Wende macht Thomas Heises „Neustadt-Trilogie“ eindringlich sichtbar: Zwischen 1992 und 2007 begleitete der Filmemacher Bewohner*innen von Halle-Neustadt, um Alltag, Veränderungen und familiäre Beziehungen zu dokumentieren. Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen 1992 hat mit „Wir sind jung. Wir sind stark." (D 2014, Regie: Burhan Qurbani) wiederum eine filmische Verarbeitung erfahren. Dass die Großwohnsiedlung metaphorisch nicht ausschließlich mit ostdeutschen Transformationserfahrungen verbunden ist, zeigt „Sonne und Beton" (D 2023, Regie: David Wnendt), der vom Leben Jugendlicher in der West-Berliner Gropiusstadt erzählt, der von Geldnot, Drogen, Bandenkonflikten und Perspektivlosigkeit geprägt ist. Die Filme ermöglichen damit einen innerdeutschen Vergleich unterschiedlicher medialer Konstruktionen von Großwohnsiedlungen als sozialen Krisen- und Erfahrungsräumen.
In internationaler Hinsicht erweitern Krzysztof Kieślowskis „Dekalog" (PL 1988/89) und Mathieu Kassovitz’ „La Haine" (F 1995) die Perspektive. Während „Dekalog“ in einem tristen Warschauer Neubaugebiet spielt, folgt „La Haine“ dem perspektivlosen Leben dreier Jugendlicher in einer Pariser Banlieue.
Eine weitere Funktion des Plattenbaus liegt in der Konstruktion als Erinnerungsraum. In „Good Bye, Lenin!" (D 2003, Regie: Wolfgang Becker) verwandelt der Protagonist die Plattenbauwohnung seiner Mutter in eine künstliche DDR-Erinnerungswelt und versucht auf diese Weise, das untergegangene Land für sie zu konservieren.
Die Bildende Kunst hat den Plattenbau sowohl als Ausdruck gesellschaftlicher Utopien wie auch hinsichtlich seiner Widersprüche reflektiert. So überblendet Harald Metzkes’ 1984 entstandenes Gemälde „Aufbau von Marzahn“ die Entstehung der Berliner Großwohnsiedlung mit einer grotesk-surrealen Figurengruppe. Uwe Pfeifers in Halle-Neustadt entstandene Bilder wiederum schildern das Motiv der Neubausiedlung als ambivalente, von Menschenleere und architektonischer Monotonie geprägte Stadtlandschaft.
Mit Henrike Naumanns Diplomarbeit, der Installation „Triangular Stories (Amnesia & Terror)“ aus dem Jahr 2012 rückt gleichfalls die politische Aufladung des Plattenbaus in der Nachwendezeit in den Fokus. In ihrer Rekonstruktion zweier Zimmerecken aus Plattenbauwohnungen laufen zwei VHS-Videos, die gegensätzliche Jugendcliquen der frühen 1990er Jahre präsentieren: Anhänger*innen der Techno-Szene wird eine Gruppe Neonazis gegenübergestellt, die später den NSU gründen soll. Ergänzend bietet sich ein Blick auf die Arbeiten des britischen Konzeptkünstlers Stephen Willats an, etwa auf die Serie „Ein Spaziergang in Marzahn. Berlin, Juni 1992 – Januar 1993“, in der er in dem Wohngebiet Gebäude, Zeichen und Symbole fotografisch festgehalten hat.
Ziel des Seminars ist es, anhand von exemplarischen Fallstudien aus Film und Bildender Kunst zu untersuchen, wie Plattenbauten visuell konstituiert, symbolisch aufgeladen und gesellschaftlich bewertet werden. Im Mittelpunkt steht dabei auch die Frage, welchen Anteil ästhetische Bilder an der Erfindung, Wahrnehmung und Erinnerung architektonischer Räume haben: als Orte gesellschaftlichen Fortschritts und individueller Freiheit ebenso wie als Räume von Entfremdung, sozialem Konflikt und politischem Scheitern. Ergänzend dazu sind mehrere Exkursionen vorgesehen.
Die Bereitschaft zur regelmäßigen Teilnahme, zur Übernahme eines Referats und zur Lektüre begleitender Texte wird vorausgesetzt. Die Vergabe der Referatsthemen erfolgt in der ersten Sitzung. Die Anmeldung zum Seminar erfolgt über OPAL.
Die erste Veranstaltung dieses Seminares findet am 22.10. statt. - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Seminar – [KuM Kg - Walter] Die Kunst des Ornaments
- Lehrperson
-
- Dr. Julia Walter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 3. Doppelstunde ABS/0114/U In Präsenz - Beschreibung
- Der Wunsch oder vielmehr der Trieb zur Verzierung ist uns Menschen angeboren. Seit unserer Frühgeschichte ornamentieren, dekorieren und schmücken wir die Dinge unseres Lebens, angefangen bei unseren Körpern und Kleidern, über Gebrauchsgegenstände und Behausungen, bis hin zu Gärten und ganzen Landschaften. Die Bedeutung, das Ziel des Ornamentierens kann jeweils ganz unterschiedlich ausfallen: Wir verzieren aus reiner Freude, im Zusammenhang mit Ritualen, zum Zweck der Abwehr, zur Kenntlichmachung von sozialen Klassen (Ist Ornament eigentlich demokratisch? Kann es das sein?), im Bereich der Werbung u.a. Das Ornament kommuniziert also wie eine Sprache und schreibt seinem Träger durch Formen, Muster, Motiviken bestimmte Eigenschaften zu, die dieser ohne das Ornament nicht hätte.
In diesem Seminar wollen wir das Ornament in seinen verschiedenen künstlerischen Ausprägungen betrachten, stilgeschichtliche Entwicklungen nachvollziehen und Vergleiche anstellen. Wir wollen über den historisch langen Einfluss des aus der antiken Rhetorik stammenden Prinzips des „decorum“ auf das künstlerische Ornament sprechen und fragen, warum diesem spätestens um 1900 eine endgültige Abfuhr erteilt wurde (z.B. mit Adolf Loosʼ Text „Ornament und Verbrechen“, 1908 verf.). Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang das „richtige“ Verhältnis von Träger und Ornament zu sein: In manchen Zeiten galt dieses Verhältnis als unharmonisch, gar gestört, das hieß, das Ornament sollte besser in seiner „dienenden“ Funktion der Grundform untergeordnet bleiben oder gleich ganz wegfallen, sich jedoch nicht zur autonomen Kunstform erheben.
Wir wollen das Ornament zudem unter dem Aspekt der Wahrnehmung untersuchen, über Wirkungen von Formen sprechen und prüfen, ob bestimmte Muster universell, also seit Jahrhunderten weltweit immer wieder vorkommen. Und: Wie sieht es heute – im Zeitalter medialer Bilderfluten – mit dem Ornament aus?
Zu bearbeitende Themen werden in der ersten Sitzung am 12.10.26 vorgestellt und vergeben. - Literatur
-
- Gombrich, Ernst H.: Ornament und Kunst, Schmucktrieb und Ordnungssinn in der Psychologie des dekorativen Schaffens, Stuttgart 1982 (engl. Originalausgabe: The Sense of Order, Oxford 1979)
- Irmscher, Günter: Ornament in Europa 1450-2000, Köln 2005
- Lein, Edgar: Seemanns Lexikon der Ornamente, Herkunft / Entwicklung / Bedeutung, Leipzig 2004
- Meyer, Peter: Das Ornament, Zürich 1944
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Blockseminar – [KuM Kg - Geuer] Afrolateinamerikanische und karibische Künstlerinnen von 1960 bis heute
- Lehrperson
-
- Dr. Lena Geuer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis ABS/0213/U In Präsenz bis ABS/0017/U In Präsenz bis FOE/0102/U In Präsenz bis ABS/0017/U In Präsenz bis FOE/0102/U In Präsenz - Beschreibung
- In den späten 1970er Jahren performt die afroperuanische Künstlerin und Choreografin Victoria Santa Cruz ihr ausdruckstarkes Sprechgedicht „Me gritaron negra“ (Sie schrien Schwarze zu mir) und prangert damit die rassistische Diskriminierung von Afrolateinamerikaner:innen an. Sie erzählt wie sie anfangs unter den Anfeindungen litt, ihren Körper ablehnte, ihn verändern wollte – die Haare glätten, die Haut bleichen – doch berichtet auch davon wie sie schließlich ihre Identität annahm – „Al fin compredí“ (Endlich verstand ich) – und sie sogar mit Stolz zeigte: „negra soy“ (schwarz bin ich). Körperliche und ästhetische Identitätsprozesse, die rassistische Narrative als solche kennzeichnen und ihnen gegenüber Widerstand leisten, haben nach wie vor eine zentrale Bedeutung in den Arbeiten afrolateinamerikanischer zeitgenössischer Künstlerinnen.
Die Geschichte afrolateinamerikanischer Kunst hat zahlreiche Facetten. Sie erzählt die Kolonialgeschichte Lateinamerikas, die Geschichte der Sklaverei, der Missionierung, der Gewalt sowie auch die von (verdrängten) transkulturellen Praktiken und Ritualen.
Das Seminar widmet sich einem wichtigen Kapitel der afrolateinamerikanischen Kunstgeschichte, indem es den Blick auf weibliche Perspektiven und künstlerische Positionen von den 1960er Jahren bis heute wirft.
Die steigende Politisierung unterdrückter Minderheiten in Lateinamerika – beispielsweise indigener, queerer und feministischer Kollektive – hat im 21. Jahrhundert auch einen bedeutenden Einfluss auf die afrolateinamerikanische Kunst- und Theorieproduktion genommen. Die afrobrasilianische Aktivistin, Feministin und Philosophin Djamila Ribeiro, deren Ansätze wir im Seminar verfolgen werden, charakterisiert den Kampf des black feminism als antirassistisch, antikapitalistisch und antisexistisch. Dieser kritische feministische Blick soll auch auf hierzulande geführte Debatten geworfen werden, in denen einerseits die Dekolonisierung europäischer Kunstinstitutionen angestrebt wird, andererseits der sogenannte ‚kunsthistorische Kanon‘ jedoch nach wie vor stark eurozentrisch und westlich geprägt ist. Im Seminar werden künstlerische Arbeiten wie u. a. die von Belkis Ayón, Susana Pilar Delahante Matienzo, Gloria Rolando und Gwladys Gambie aus der Karibik, Rosana Paulino und Keila Sankofa aus Brasilien oder auch dem in Argentinien gegründeten Kollektiv Kukily vorgestellt, analysiert und in Hinblick auf Identitätsbegriffe kritisch befragt. Denn wodurch charakterisiert sich die sogenannte „afrolateinamerikanische Kunst“? Welche neuen Kategorien werden durch sie geschaffen? Welche Potenziale aber auch Widersprüche verbergen sich in diesem Begriff? - Literatur
-
- Adichie, Chimamanda Ngozi: We should all be feminists. TED Talk. Online verfügbar unter https://www.youtube.com/watch?v=hg3umXU_qWc.
- Alejandro de la Fuente (2018): Afro-Latin American Art. In: Alejandro de la Fuente und George Reid Andrews (Hg.): Afro-Latin American Studies. An Introduction. New York: Cambridge University Press, S. 348–405.
- Alejandro de la Fuente; George Reid Andrews (Hg.) (2018): Afro-Latin American Studies. An Introduction. New York: Cambridge University Press.
- Barton, Scott Alves (2018): Axé Bahia. The power of art in an Afro-Brazilian metropolis. Hg. v. Patrick Arthur Polk, Roberto Conduru, Sabrina Gledhill und Randal Johnson. Los Angeles: Fowler Museum at UCLA.
- Davila, Arlene (2016): Latino/a Art. Race and the Illusion of Equity. In: Art21 Magazine, 20.06.2016. Online verfügbar unter https://magazine.art21.org/2016/06/20/latinoa-art-race-and-the-illusion-of-equality/#.WXffXxSyw3Q.
- Edwards, Erica Denise (2016): Pardo is the New Black. The Urban Origins of Argentina’s Myth of Black Disappearance. In: Global Urban History (Blog), 19.12.2016. Online verfügbar unter https://globalurbanhistory.com/2016/12/19/pardo-is-the-new-black-the-urban-origins-of-argentinas-myth-of-black-disappearance/, zuletzt geprüft am 26.09.2024.
- Edwards, Erika Denise (2020): Hiding in plain sight. Black women, the law, and the making of a white Argentine Republic. Tuscaloosa: The University of Alabama Press.
- Fanon, Frantz (2016): Schwarze Haut, weiße Masken. Wien: Turia + Kant.
- Federici, Silvia (2020): Jenseits unserer Haut. Körper als umkämpfter Ort im Kapitalismus. Münster: Unrast Verlag.
- Flores, Tatiana (2021): Dialogues. In: Latin American and Latinx Visual Culture 3 (2), S. 46–49. DOI: 10.1525/lavc.2021.3.2.46.
- Gago, Verónica (2021): Für eine feministische Internationale. Wie wir alles verändern. Münster: Unrast Verlag.
- hooks, bell (2023): Feminismus für alle. Münster: Unrast Verlag.
- Kelly, Natasha A. (Hg.) (2022): Schwarzer Feminismus. Grundlagentexte. Münster: Unrast Verlag.
- Ludwig Forum Aachen (Hg.): Belkis Ayón. Ya estamos aquí (Wir sind schon hier). Ausstellungsheft 2022/23.
- Orsi, Verónica (Hg.) (2024): Queer-feministische Positionen. Ausgangspunkt: Südamerika und die Karibik. Unrast Verlag. 1. Auflage. Münster: UNRAST (Resistance & desire, 5).
- Overhoff Ferreira, Carolin (2023): Dekoloniale Kunstgeschichte. Eine methodische Einführung. Berlin, München: Deutscher Kunstverlag.
- Read, Alan (Hg.) (1996): The fact of blackness. Frantz Fanon and visual representation. London, Seattle: Institute of Contemporary Arts; Bay Press.
- Reckitt, Helena; Gosling, Lucinda; Robinson, Hilary; Tobin, Amy; Balshaw, Maria; Arakistain, Xabier (Hg.) (2019): The art of feminism. Images that shaped the fight for equality. London: Tate.
- Ribeiro, Djamila (2021): Myths About Black Brazilian Women. Prince Claus Laureate, 2021.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Seminar – [KuM Kg - Schankweiler] Faces and Traces - Zur Politik des Porträts. Projektseminar in Zusammenarbeit mit der Kustodie
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Kerstin Schankweiler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 6. Doppelstunde ABS/0114/U In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar begleiten wir ein Ausstellungsprojekt, das derzeit vom Kunstbesitz der Kustodie der TU Dresden anlässlich des Universitätsjubiläums 2028 vorbereitet wird. Im Zentrum steht die Geschichte universitärer Porträts als visuelle Praxis von Erinnerung, Macht und Repräsentation. Die Ausstellung fragt: Wer wurde porträtiert – und wer blieb unsichtbar? Welche Biografien wurden tradiert, welche marginalisiert? Und wie spiegeln sich in der Porträtgeschichte die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche, Zäsuren und Neuanfänge der Universität – von der Monarchie über die NS-Zeit und die DDR bis in die Gegenwart? Ein zentraler zeitgenössischer Bestandteil der Ausstellung ist eine neu entstehende Serie von 20 Porträts, die in Zusammenarbeit mit Prof. Christian Macketanz sowie Studierenden und Absolvent*innen der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK) realisiert wird.
Im Seminar setzen wir uns intensiv mit ausgewählten Bildnissen aus zwei Jahrhunderten auseinander, mit Gemälden und Grafiken ebenso wie mit plastischen Bildnissen und Porträtbüsten. Ausgehend vom Bestand der universitären Kunstsammlung untersuchen wir das Porträt nicht allein als Darstellung einer individuellen Person, sondern auch als Ausdruck institutioneller und gesellschaftlicher Ordnungen. Wir analysieren die Werke, recherchieren ihre Entstehungs- und Überlieferungskontexte und fragen nach Auftrag, Auswahl, Bildwürdigkeit und Funktion innerhalb der Universität. Vergleichend beziehen wir Gelehrtenbildnisse und universitäre Porträtgalerien anderer Hochschulen ein. Wir recherchieren in Archiven und führen Gespräche und Interviews mit Zeitzeug*innen. Ein wesentlicher Teil der Arbeit findet im Kunstbesitz der TU Dresden und unmittelbar vor den Originalen statt. Ergänzend besuchen wir weitere Dresdner Sammlungen und das Universitätsarchiv. Zugleich begleiten wir die Entstehung der neuen Porträtserie an der HfBK und kommen mit den beteiligten Künstler*innen über ihre Arbeit und Fragen zeitgenössischer Repräsentation ins Gespräch. Das Seminar verbindet kunsthistorische Objektarbeit und historische Recherche mit Einblicken in die praktische Entwicklung einer Ausstellung. Es richtet sich an Masterstudierende sowie an fortgeschrittene Bachelorstudierende.
WICHTIG: Das Projektseminar erstreckt sich über zwei Semester, die Teilnahme wird daher in beiden Semestern vorausgesetzt (WS 2026/27 und SomSe 2027). Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 15 Studierende begrenzt. Wir bitten um eine Bewerbung von max. 1,5 Seiten mit Motivationsschreiben und kurzem Lebenslauf bis zum 29.09.2026. Bitte senden Sie die Bewerbung als PDF an kerstin.schankweiler@tu-dresden. de und gwendolin.kremer@tu-dresden.de.
Die erste Veranstaltung dieses Seminares findet am 13.10. statt. - Literatur
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- Hans Belting: Faces. Eine Geschichte des Gesichts, München 2013.
- Andreas Beyer: Das Porträt in der Malerei, München 2002.
- Babett Forster, Birgitt Hellmann (Hg.): Kluge Köpfe – Beredte Bilder. Gelehrtenbildnisse aus 450 Jahren Universitätsgeschichte Jena, Jena 2015.
- Ulrike Kremeier (Hg.): Ich Du Wir – Bildnisse in der DDR. Malerei und Bildhauerei aus der Sammlung des BLMK, Cottbus 2020, hier insbesondere zum Verhältnis von individuellem Bildnis, gesellschaftlichem Menschenbild und staatlich formuliertem „Wir“.
- Marcia Pointon: Portrayal and the Search for Identity, London 2013, hier insbesondere zu Identität, Gender, Körper, sozialer Position und den materiellen Codes des Porträts.
- Reiner Pommerin: Geschichte der TU Dresden 1828–2003, Köln, Weimar, Wien 2003.
- Rudolf Preimesberger/Hannah Baader/Nicola Suthor (Hg.): Porträt. Geschichte der klassischen Bildgattungen in Quellentexten und Kommentaren, Bd. 2, Berlin 1999 [Neuaufl. Darmstadt 2003].
- Joanna Woodall (Hg.): Portraiture. Facing the Subject, Manchester 1997, hier insbesondere zu „Likeness and Identity“, „The Portrait Transaction“ sowie zur Konstruktion sozialer und geschlechtlicher Identität im Porträt.
- Links zum Universitätsarchiv: https://de.487888.xyz/ua und https://de.487888.xyz/ua/archiv-bestaende/medienarchiv/praeambel-professorenkatalog
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Blockseminar – [KuM Kg - Schellenberger] Geschichte(n) für das Volk – Zu Bildungsauftrag und Geschlechterrollen im Wandbildprogramm in der Albrechtsburg
- Lehrperson
-
- Dr. Simona Schellenberger
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis ABS/0105/U In Präsenz bis am vereinbarten Ort In Präsenz bis am vereinbarten Ort In Präsenz bis am vereinbarten Ort In Präsenz bis am vereinbarten Ort In Präsenz - Beschreibung
- Auf der Albrechtsburg in Meißen haben elf akademisch ausgebildete Maler in den 1870er und 80er Jahren mehr als 20 monumentale Bilder auf die Wände gebracht. Das Schloss war 150 Jahren als Porzellanmanufaktur vernutzt worden. Dann wird es zum nationalen Kulturdenkmal. Die Sächsische Staatsregierung finanzierte Restaurierung und Ausgestaltung. Welche Ziele wurden damit verfolgt? Mit welchen bildkünstlerischen Mitteln wurden sie umgesetzt?
Im Seminar gehen wir folgenden Fragen nach:
Die Bilder folgen einem Konzept, das auf volkstümlicher Weise ausgewählte dynastie- und landesgeschichtliche Sujets umsetzte. Welche Geschichten werden erzählt und welche ausgelassen?
Was ist zum Entstehungskontext der Bilder zu erfahren und wie werden sie seit ihrer Fertigstellung rezipiert?
Praktisch üben wir uns in Bildbeschreibung und Bildanalyse und richten den Fokus dabei insbesondere auf die Darstellungen von Geschlechterrollen. Orientierung geben dabei die aktuell eingebrachten Interventionen zu Bildnissen von Fürstinnen.
Wir arbeiten zur Vermittlungspraxis in Museen, entwickeln Formatideen und formulieren Objekt- und Ausstellungstexte aus verschiedenen Perspektiven um Zusammenhängen zwischen Darstellung und Vermittlungsabsicht nachzuspüren.
Termine:
14.10.26, Einführung in die Thematik, 13-14:30 Uhr (ABS/U/105)
1. Block: 13. + 14.11.26 (Fr/Sa), Albrechtsburg Meißen, 10-16 Uhr
2. Block: 27. + 28.11.26 (Fr/Sa), Albrechtsburg Meißen, 10-16 Uhr - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
PHF-BA-KG-SM 1
(Spezialwissen Architektur, Bildkünste, visuelle Kulturen im kunsthistorischen Kontext)
- Vorlesung – [KuM Kg - Schankweiler] Kunst aus Afrika - eine Einführung
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Kerstin Schankweiler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 80
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde ABS/0E04/H In Präsenz - Beschreibung
- Die Vorlesung bietet eine Einführung in Geschichte, Funktionen und Kontexte der Kunst und visuellen Kulturen Afrikas. In einem historischen Teil werden vor allem performative und plastische Kunstformen behandelt, darunter Maskeraden und die höfische Kunst der neuzeitlichen Königreiche. Im Bereich der modernen Kunst stehen der Kontext der Dekolonisation ab den 1960er Jahren sowie die Rolle der Kunst in Bewegungen wie der Négritude und dem Pan-Afrikanismus im Vordergrund. Ein weiterer Teil der Vorlesung widmet sich exemplarisch der Kunst der globalisierten Gegenwart und gibt Einblicke in wichtige Kunstzentren und Biennalen auf dem afrikanischen Kontinent sowie in künstlerische Positionen der afrikanischen Diasporas.
Regionale Schwerpunkte liegen auf Südafrika, Nigeria, Benin, Senegal und Ägypten. Dabei wird die Geschichte der Kunst Afrikas insbesondere in ihren transkulturellen Verflechtungen betrachtet, sodass zeitliche und räumliche Zusammenhänge sichtbar werden. In diesem Zusammenhang gibt die Vorlesung auch einen Überblick über die oftmals problematische Geschichte der Rezeption von Kunst aus Afrika in Europa – von der Kunst- und Wunderkammer bis hin zu aktuellen Sonder- und Großausstellungen. Einbezogen werden dabei auch die koloniale Geschichte europäischer Sammlungen sowie aktuelle Debatten um Provenienz und Restitution.
Ethnologische sowie spezifisch afrikakunstwissenschaftliche Methoden (darunter Feldforschung, teilnehmende Beobachtung und Oral Art History) werden vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Forschungsgeschichte erläutert. Damit verbindet sich die Frage, inwieweit Methoden und Begriffe, die anhand europäischer Kunst entwickelt wurden, auf Kunst aus Afrika angewendet werden können.
Die erste Vorlesung findet am 13.10. statt. - Literatur
-
- Monica Blackmun Visonà, Robin Poynor, Herbert M. Cole: A History of Art in Africa, New York 2001.
- Osei Bonsu (Hg.): Nigerian Modernism. Art and Independence, London 2025.
- Antawan I. Byrd, Elvira Dyangani Ose, Adom Getachew u.a. (Hg.): Project a Black Planet: The Art and Culture of Panafrica, New Haven 2024.
- Okwui Enwezor (Hg.): The Short Century. Independence and Liberation Movements in Africa 1945-1994, München 2001.
- Okwui Enwezor, Chika Okeke-Agulu: Contemporary African Art since 1980, Bologna 2009.
- Till Förster: Kunst in Afrika, Köln 1988.
- Kerstin Pinther: Die Kunst Afrikas, München 2022.
- Suzanne Preston Blier: Royal Arts of Africa. The Majesty of Form, London 2012 [1998].
- Jan Vansina: Art History in Africa. An Introduction to Method, London 1984.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Vorlesung – [KuM Kg - Köhl] Einführung in die Kunst des Mittelalters II: Hochmittelalter (11. bis 13. Jahrhundert.)
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Sascha Köhl
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 80
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde ABS/0E08/H In Präsenz - Beschreibung
- Die Vorlesung gibt einen Überblick über bedeutende Werke und wichtige Themen der Kunst des hohen Mittelalters. Die Veranstaltung ist als Europareise angelegt, die am Speyerer Dom als europäischem Hauptwerk der romanischen Architektur beginnt, über weitere bedeutende bild- und baukünstlerische Zentren zwischen Spanien und Byzanz sowie England und Sizilien führt, und beim Meißner Dom als regionalem Hauptwerk gotischer Architektur, Skulptur und Glasmalerei schließt. Die Vorlesung ist Teil einer dreiteiligen Reihe von Überblicksvorlesungen zur Kunst des Mittelalters, die im nächsten Semester mit einem Blick auf die Kunst des späten Mittelalters fortgesetzt wird.
Die erste Vorlesung findet am 21.10. statt. - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
PHF-BA-KG-EM 1
(Einführung in das kunstwissenschaftliche Arbeiten)
- Proseminar – [KuM Kg - Kiehn] Einführung in das kunstwissenschaftliche Arbeiten - Gruppe 1
- Lehrperson
-
- Andrea Kiehn
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 2. Doppelstunde ABS/0E04/U In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar Einführung in das kunstwissenschaftliche Arbeiten vermittelt neben einführender Literatur in das Studium der Kunstgeschichte vor allem auch wissenschaftliche Fertigkeiten, wie das Bibliographieren und das Recherchieren nach geeigneten Bildmaterialien für Seminarpräsentationen.
Eine kurze Einführung in die verschiedenen Gegenstandsbereiche der Kunstgeschichte sowie ein erster Überblick zu stilistischen Entwicklungsreihen gehören ebenfalls zum Seminarprogramm.
Ebenso wendet sich das Seminar den Themen „Wie entsteht ein Referat?“ und „Wie verfasse ich eine Hausarbeit?“ zu, wobei hier vor allem auch der Umgang mit wissenschaftlichen Anmerkungen und Zitaten im Vordergrund steht.
Einige Lehrveranstaltungen widmen sich ausführlich der Beschreibung von Kunstwerken. Dabei sollen besonders Werke der Malerei und Bildhauerkunst berücksichtigt werden. Zu diesem Themenkomplex muss abschließend auch schriftlich die entsprechende Modulleistung abgelegt werden.
Kurze Einführungen in die christliche und mythologische Ikonographie sind ebenfalls Seminarinhalte zum Ende des Semesters. Eine Lehrveranstaltung im Januar wird im Stadtzentrum Dresdens stattfinden, um Kunstobjekte vor Ort betrachten und beschreiben zu können.
Zur Lehrveranstaltung findet ein Tutorium statt, das die im Seminar angesprochenen Themen und Sachverhalte vertieft. Der Besuch dieses Tutoriums wird unbedingt empfohlen, da das Seminar eher Vorlesungscharakter trägt und für Fragen und Übungen bezüglich der vermittelten Sachverhalte oft nur im Tutorium Zeit bleibt.
Die erste Veranstaltung des Proseminares findet am 12.10. statt. - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Proseminar – [KuM Kg - Schmidt] Einführung in das kunstwissenschaftliche Arbeiten - Gruppe 2
- Lehrperson
-
- Dr. Frank Schmidt
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde ABS/0E04/U In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar Einführung in das kunstwissenschaftliche Arbeiten vermittelt neben einführender Literatur in das Studium der Kunstgeschichte vor allem auch wissenschaftliche Fertigkeiten, wie das Bibliographieren und das Recherchieren nach geeigneten Bildmaterialien für Seminarpräsentationen.
Eine kurze Einführung in die verschiedenen Gegenstandsbereiche der Kunstgeschichte sowie ein erster Überblick zu stilistischen Entwicklungsreihen gehören ebenfalls zum Seminarprogramm.
Ebenso wendet sich das Seminar den Themen „Wie entsteht ein Referat?“ und „Wie verfasse ich eine Hausarbeit?“ zu, wobei hier vor allem auch der Umgang mit wissenschaftlichen Anmerkungen und Zitaten im Vordergrund steht.
Einige Lehrveranstaltungen widmen sich ausführlich der Beschreibung von Kunstwerken. Dabei sollen besonders Werke der Malerei und Bildhauerkunst berücksichtigt werden. Zu diesem Themenkomplex muss abschließend auch schriftlich die entsprechende Modulleistung abgelegt werden.
Kurze Einführungen in die christliche und mythologische Ikonographie sind ebenfalls Seminarinhalte zum Ende des Semesters. Eine Lehrveranstaltung im Januar wird im Stadtzentrum Dresdens stattfinden, um Kunstobjekte vor Ort betrachten und beschreiben zu können.
Zur Lehrveranstaltung findet ein Tutorium statt, das die im Seminar angesprochenen Themen und Sachverhalte vertieft. Der Besuch dieses Tutoriums wird unbedingt empfohlen, da das Seminar eher Vorlesungscharakter trägt und für Fragen und Übungen bezüglich der vermittelten Sachverhalte oft nur im Tutorium Zeit bleibt.
Die erste Veranstaltung dieses Seminares findet am 20.10. statt. - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Tutorium – [KuM Kg - Tut] Tutorium Einführung kunstwissenschaftliches Arbeiten
- Lehrperson
-
- Kg Tutor/-in
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde ABS/0114/U In Präsenz - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
PHF-BA-KG-ÜM 1
(Epochen der Kunstgeschichte I)
- Vorlesung – [KuM Kg - Müller] Epochenvorlesung Barock
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Jürgen Müller
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 200
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde ABS/0E11/H In Präsenz - Beschreibung
- Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Kunst vom Ende des 16. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts – von der Gegenreformation bis zur Aufklärung. Die Kunstwerke dieser Zeit bedienten sich im Dienste sakraler wie profaner Propaganda einer ausgefeilten visuellen Rhetorik. Zugleich brachten sie zunehmend die individuellen Vorstellungen und künstlerischen Ansprüche ihrer Schöpfer zum Ausdruck, die sich in dieser Zeit verstärkt von ihrem traditionellen Status als Handwerker zu emanzipieren suchten. Damit etablierte sich allmählich die Vorstellung von der Autonomie des Künstlers. Parallel dazu entwickelte sich der moderne Kunstmarkt, der seinerseits maßgeblichen Einfluss auf die Produktion und Rezeption von Kunst gewann.
Die Vorlesung behandelt – überwiegend in monographischer Form – ausgewählte Werke der Architektur und der Bildkünste. An ihnen lassen sich exemplarisch übergreifende Phänomene und Zusammenhänge der Epoche aufzeigen und zugleich unterschiedliche kunsthistorische Methoden erproben.
Die erste Vorlesung findet am 22.10. statt. - Literatur
- Dietrich Erben: Die Kunst des Barock, München 32021 (C.H.BECK Wissen, Bd. 2557).
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Vorlesung – [KuM Kg - Köhl] Einführung in die Kunst des Mittelalters II: Hochmittelalter (11. bis 13. Jahrhundert.)
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Sascha Köhl
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 80
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde ABS/0E08/H In Präsenz - Beschreibung
- Die Vorlesung gibt einen Überblick über bedeutende Werke und wichtige Themen der Kunst des hohen Mittelalters. Die Veranstaltung ist als Europareise angelegt, die am Speyerer Dom als europäischem Hauptwerk der romanischen Architektur beginnt, über weitere bedeutende bild- und baukünstlerische Zentren zwischen Spanien und Byzanz sowie England und Sizilien führt, und beim Meißner Dom als regionalem Hauptwerk gotischer Architektur, Skulptur und Glasmalerei schließt. Die Vorlesung ist Teil einer dreiteiligen Reihe von Überblicksvorlesungen zur Kunst des Mittelalters, die im nächsten Semester mit einem Blick auf die Kunst des späten Mittelalters fortgesetzt wird.
Die erste Vorlesung findet am 21.10. statt. - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Tutorium – [KuM Kg - Tut] Tutorium Überblicksvorlesung Barock
- Lehrperson
-
- Kg Tutor/-in
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde ABS/0114/U In Präsenz - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
PHF-BA-KG-SM 3
(Spezialwissen Kunsthistorische Praxis vor Originalen)
- Seminar – [KuM Kg - Geuer] Feuer in der Gegenwartskunst
- Lehrperson
-
- Dr. Lena Geuer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde ABS/0114/U In Präsenz - Beschreibung
- Unsere Zeit (b)rennt! In keinem menschlichen Zeitalter zuvor wurde soviel verbrannt wie im ‚Anthropozän‘, dem Zeitalter des anthropogenen Klimawandels. Feuer ist heute überall und scheint dennoch aus urbanen und privaten Räumen – zumindest ästhetisch – immer mehr zu verschwinden: Solarlampen ersetzen Wachskerzen, der Induktions- den Gasherd, Heizungen vertreiben Holzöfen. Trotzdem ist das Feuer so präsent wie nie zuvor. Denn der im 21. Jahrhundert aggressive Einsatz von fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Erdgas oder Kohle setzt Verbrennungsprozesse voraus, die ohne Feuer nicht möglich wären. Was hat es also mit dem Feuer, welches laut des Philosophen und Chemikers Jens Soentgen tierische und menschliche Kulturen sowie deren Verhalten seit jeher gestaltet und steuert, nun auf sich? Das Seminar „Feuer in der Gegenwartskunst“ setzt beim Feuer an und fragt nach seinen Verwicklungen in ökologische, soziale sowie ästhetische Prozesse. Ein zentrales Thema, welches in diesem Kontext anhand künstlerischer Arbeiten untersucht werden soll, bilden Waldbrände und ihre unterschiedlichen Auslöser bzw. (extraktiven) Funktionen. Zeitgenössische Künstler:innen wie Jeewi Lee, Julius von Bismarck, Ignacio Acosta oder auch Armin Linke haben in ihren Arbeiten auf unterschiedliche Art und Weise Waldbrände erforscht und in Bildern manifestiert. Im Seminar wollen wir die verschiedenen Herangehensweisen und Perspektiven kennenlernen, die mit und rund ums Feuer entstehen. Dazu zählt u.a. auch die des ‚Pyrofeminismus‘, nämlich die weibliche Aneignung des Feuers.
Zugleich soll der vielfältige Begriff des Feuers beleuchtet werden, der von Ambivalenzen geprägt ist. Denn Feuer kann Leben ermöglichen aber auch zerstören, es ist magisch und zentraler Bestandteil spiritueller Rituale, zugleich ist sein Rauch giftig und hinterlässt gefährliche Spuren. Das Faszinosum Feuer hat Künstler:innen seit jeher begeistert und inspiriert, im Seminar werden wir unseren Blick auf die Gegenwartskünste richten und ihre Bedeutung in Hinblick auf ökologische Frage- und Problemstellungen erforschen. Ein weiterer für das 21. Jahrhundert bedeutender Aspekt des Feuers, den die Künstlerin und Theoretikerin Hito Steyerl in ihrem Buch „Medium Hot: Bilder in Zeiten der Hitze“ verfolgt, befasst sich mit den Zusammenhängen von Thermodynamiken und Künstlicher Intelligenz. So werden schließlich auch Fragen nach der digitalen Bildgenerierung und deren künstlerischen Bedeutung Teil der Seminardiskussionen darstellen.
Die erste Veranstaltung dieses Seminares findet am 13.10. statt. - Literatur
-
- Bickmann, Isa (2026): Die Macht des Feuers. Objekt, Material, Zeichen. In: Kunstforum International (Hg.): Feuerwerke. Kunst in Flammen (308), S. 48–63.
- Cogos, Sarah (2020): Fire, people and reindeer in the boreal forest. the role of fire in the historical and contemporary interactions between Sami reindeer herding and forest management in northern Sweden. Ecology, environment. Université Paris-Saclay. Online verfügbar unter https://theses.hal.science/tel-03130524/file/82125_COGOS_2020_archivage.pdf.
- Draxler, Helmut: Das brennende Bild. Eine Kunstgeschichte des Feuers in der Neueren Zeit. In: Kunstforum International 1987 (87).
- Fowkes, Maja; Fowkes, Reuben (2022): Art and climate change. London, New York: Thames & Hudson (World of art).
- Heiser, Jörg (2026): Wie Hito Steyerl den Datenmüll durchkämmt. Republik. Zürich. Online verfügbar unter https://www.republik.ch/2026/07/07/wie-hito-steyerl-den-datenmuell-durchkaemmt.
- Kunstforum International (Hg.) (2026): Feuerwerke. Kunst in Flammen (308).
- Olman, Lynda; Schneider, Birgit (2024): Global Forest Visualization. From Green Marbles to Storyworlds. Oxford: Taylor & Francis Group (Routledge Focus on Environment and Sustainability Series).
- Ryd, Yngve (2024): Flamme und Glut. Die Feuerkunst der Samen. 1. Auflage. Berlin: Matthes & Seitz Berlin.
- Soentgen, Jens (2021): Pakt mit dem Feuer. Philosophie eines weltverändernden Bundes. Erste Auflage. Berlin: Matthes & Seitz Berlin.
- Steyerl, Hito (2025): Medium hot. Bilder in Zeiten der Hitze. Zürich, Berlin: Diaphanes.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Seminar – [KuM Kg - Schankweiler] Faces and Traces - Zur Politik des Porträts. Projektseminar in Zusammenarbeit mit der Kustodie
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Kerstin Schankweiler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 6. Doppelstunde ABS/0114/U In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar begleiten wir ein Ausstellungsprojekt, das derzeit vom Kunstbesitz der Kustodie der TU Dresden anlässlich des Universitätsjubiläums 2028 vorbereitet wird. Im Zentrum steht die Geschichte universitärer Porträts als visuelle Praxis von Erinnerung, Macht und Repräsentation. Die Ausstellung fragt: Wer wurde porträtiert – und wer blieb unsichtbar? Welche Biografien wurden tradiert, welche marginalisiert? Und wie spiegeln sich in der Porträtgeschichte die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche, Zäsuren und Neuanfänge der Universität – von der Monarchie über die NS-Zeit und die DDR bis in die Gegenwart? Ein zentraler zeitgenössischer Bestandteil der Ausstellung ist eine neu entstehende Serie von 20 Porträts, die in Zusammenarbeit mit Prof. Christian Macketanz sowie Studierenden und Absolvent*innen der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK) realisiert wird.
Im Seminar setzen wir uns intensiv mit ausgewählten Bildnissen aus zwei Jahrhunderten auseinander, mit Gemälden und Grafiken ebenso wie mit plastischen Bildnissen und Porträtbüsten. Ausgehend vom Bestand der universitären Kunstsammlung untersuchen wir das Porträt nicht allein als Darstellung einer individuellen Person, sondern auch als Ausdruck institutioneller und gesellschaftlicher Ordnungen. Wir analysieren die Werke, recherchieren ihre Entstehungs- und Überlieferungskontexte und fragen nach Auftrag, Auswahl, Bildwürdigkeit und Funktion innerhalb der Universität. Vergleichend beziehen wir Gelehrtenbildnisse und universitäre Porträtgalerien anderer Hochschulen ein. Wir recherchieren in Archiven und führen Gespräche und Interviews mit Zeitzeug*innen. Ein wesentlicher Teil der Arbeit findet im Kunstbesitz der TU Dresden und unmittelbar vor den Originalen statt. Ergänzend besuchen wir weitere Dresdner Sammlungen und das Universitätsarchiv. Zugleich begleiten wir die Entstehung der neuen Porträtserie an der HfBK und kommen mit den beteiligten Künstler*innen über ihre Arbeit und Fragen zeitgenössischer Repräsentation ins Gespräch. Das Seminar verbindet kunsthistorische Objektarbeit und historische Recherche mit Einblicken in die praktische Entwicklung einer Ausstellung. Es richtet sich an Masterstudierende sowie an fortgeschrittene Bachelorstudierende.
WICHTIG: Das Projektseminar erstreckt sich über zwei Semester, die Teilnahme wird daher in beiden Semestern vorausgesetzt (WS 2026/27 und SomSe 2027). Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 15 Studierende begrenzt. Wir bitten um eine Bewerbung von max. 1,5 Seiten mit Motivationsschreiben und kurzem Lebenslauf bis zum 29.09.2026. Bitte senden Sie die Bewerbung als PDF an kerstin.schankweiler@tu-dresden. de und gwendolin.kremer@tu-dresden.de.
Die erste Veranstaltung dieses Seminares findet am 13.10. statt. - Literatur
-
- Hans Belting: Faces. Eine Geschichte des Gesichts, München 2013.
- Andreas Beyer: Das Porträt in der Malerei, München 2002.
- Babett Forster, Birgitt Hellmann (Hg.): Kluge Köpfe – Beredte Bilder. Gelehrtenbildnisse aus 450 Jahren Universitätsgeschichte Jena, Jena 2015.
- Ulrike Kremeier (Hg.): Ich Du Wir – Bildnisse in der DDR. Malerei und Bildhauerei aus der Sammlung des BLMK, Cottbus 2020, hier insbesondere zum Verhältnis von individuellem Bildnis, gesellschaftlichem Menschenbild und staatlich formuliertem „Wir“.
- Marcia Pointon: Portrayal and the Search for Identity, London 2013, hier insbesondere zu Identität, Gender, Körper, sozialer Position und den materiellen Codes des Porträts.
- Reiner Pommerin: Geschichte der TU Dresden 1828–2003, Köln, Weimar, Wien 2003.
- Rudolf Preimesberger/Hannah Baader/Nicola Suthor (Hg.): Porträt. Geschichte der klassischen Bildgattungen in Quellentexten und Kommentaren, Bd. 2, Berlin 1999 [Neuaufl. Darmstadt 2003].
- Joanna Woodall (Hg.): Portraiture. Facing the Subject, Manchester 1997, hier insbesondere zu „Likeness and Identity“, „The Portrait Transaction“ sowie zur Konstruktion sozialer und geschlechtlicher Identität im Porträt.
- Links zum Universitätsarchiv: https://de.487888.xyz/ua und https://de.487888.xyz/ua/archiv-bestaende/medienarchiv/praeambel-professorenkatalog
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Blockseminar – [KuM Kg - Schellenberger] Geschichte(n) für das Volk – Zu Bildungsauftrag und Geschlechterrollen im Wandbildprogramm in der Albrechtsburg
- Lehrperson
-
- Dr. Simona Schellenberger
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis ABS/0105/U In Präsenz bis am vereinbarten Ort In Präsenz bis am vereinbarten Ort In Präsenz bis am vereinbarten Ort In Präsenz bis am vereinbarten Ort In Präsenz - Beschreibung
- Auf der Albrechtsburg in Meißen haben elf akademisch ausgebildete Maler in den 1870er und 80er Jahren mehr als 20 monumentale Bilder auf die Wände gebracht. Das Schloss war 150 Jahren als Porzellanmanufaktur vernutzt worden. Dann wird es zum nationalen Kulturdenkmal. Die Sächsische Staatsregierung finanzierte Restaurierung und Ausgestaltung. Welche Ziele wurden damit verfolgt? Mit welchen bildkünstlerischen Mitteln wurden sie umgesetzt?
Im Seminar gehen wir folgenden Fragen nach:
Die Bilder folgen einem Konzept, das auf volkstümlicher Weise ausgewählte dynastie- und landesgeschichtliche Sujets umsetzte. Welche Geschichten werden erzählt und welche ausgelassen?
Was ist zum Entstehungskontext der Bilder zu erfahren und wie werden sie seit ihrer Fertigstellung rezipiert?
Praktisch üben wir uns in Bildbeschreibung und Bildanalyse und richten den Fokus dabei insbesondere auf die Darstellungen von Geschlechterrollen. Orientierung geben dabei die aktuell eingebrachten Interventionen zu Bildnissen von Fürstinnen.
Wir arbeiten zur Vermittlungspraxis in Museen, entwickeln Formatideen und formulieren Objekt- und Ausstellungstexte aus verschiedenen Perspektiven um Zusammenhängen zwischen Darstellung und Vermittlungsabsicht nachzuspüren.
Termine:
14.10.26, Einführung in die Thematik, 13-14:30 Uhr (ABS/U/105)
1. Block: 13. + 14.11.26 (Fr/Sa), Albrechtsburg Meißen, 10-16 Uhr
2. Block: 27. + 28.11.26 (Fr/Sa), Albrechtsburg Meißen, 10-16 Uhr - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
PHF-BA-KG-VM 1
(Themenportal Architektur, Bildkünste, visuelle Kulturen)
- Vorlesung – [KuM Kg - Schankweiler] Kunst aus Afrika - eine Einführung
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Kerstin Schankweiler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 80
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde ABS/0E04/H In Präsenz - Beschreibung
- Die Vorlesung bietet eine Einführung in Geschichte, Funktionen und Kontexte der Kunst und visuellen Kulturen Afrikas. In einem historischen Teil werden vor allem performative und plastische Kunstformen behandelt, darunter Maskeraden und die höfische Kunst der neuzeitlichen Königreiche. Im Bereich der modernen Kunst stehen der Kontext der Dekolonisation ab den 1960er Jahren sowie die Rolle der Kunst in Bewegungen wie der Négritude und dem Pan-Afrikanismus im Vordergrund. Ein weiterer Teil der Vorlesung widmet sich exemplarisch der Kunst der globalisierten Gegenwart und gibt Einblicke in wichtige Kunstzentren und Biennalen auf dem afrikanischen Kontinent sowie in künstlerische Positionen der afrikanischen Diasporas.
Regionale Schwerpunkte liegen auf Südafrika, Nigeria, Benin, Senegal und Ägypten. Dabei wird die Geschichte der Kunst Afrikas insbesondere in ihren transkulturellen Verflechtungen betrachtet, sodass zeitliche und räumliche Zusammenhänge sichtbar werden. In diesem Zusammenhang gibt die Vorlesung auch einen Überblick über die oftmals problematische Geschichte der Rezeption von Kunst aus Afrika in Europa – von der Kunst- und Wunderkammer bis hin zu aktuellen Sonder- und Großausstellungen. Einbezogen werden dabei auch die koloniale Geschichte europäischer Sammlungen sowie aktuelle Debatten um Provenienz und Restitution.
Ethnologische sowie spezifisch afrikakunstwissenschaftliche Methoden (darunter Feldforschung, teilnehmende Beobachtung und Oral Art History) werden vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Forschungsgeschichte erläutert. Damit verbindet sich die Frage, inwieweit Methoden und Begriffe, die anhand europäischer Kunst entwickelt wurden, auf Kunst aus Afrika angewendet werden können.
Die erste Vorlesung findet am 13.10. statt. - Literatur
-
- Monica Blackmun Visonà, Robin Poynor, Herbert M. Cole: A History of Art in Africa, New York 2001.
- Osei Bonsu (Hg.): Nigerian Modernism. Art and Independence, London 2025.
- Antawan I. Byrd, Elvira Dyangani Ose, Adom Getachew u.a. (Hg.): Project a Black Planet: The Art and Culture of Panafrica, New Haven 2024.
- Okwui Enwezor (Hg.): The Short Century. Independence and Liberation Movements in Africa 1945-1994, München 2001.
- Okwui Enwezor, Chika Okeke-Agulu: Contemporary African Art since 1980, Bologna 2009.
- Till Förster: Kunst in Afrika, Köln 1988.
- Kerstin Pinther: Die Kunst Afrikas, München 2022.
- Suzanne Preston Blier: Royal Arts of Africa. The Majesty of Form, London 2012 [1998].
- Jan Vansina: Art History in Africa. An Introduction to Method, London 1984.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Vorlesung – [KuM Kg - Köhl] Einführung in die Kunst des Mittelalters II: Hochmittelalter (11. bis 13. Jahrhundert.)
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Sascha Köhl
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 80
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde ABS/0E08/H In Präsenz - Beschreibung
- Die Vorlesung gibt einen Überblick über bedeutende Werke und wichtige Themen der Kunst des hohen Mittelalters. Die Veranstaltung ist als Europareise angelegt, die am Speyerer Dom als europäischem Hauptwerk der romanischen Architektur beginnt, über weitere bedeutende bild- und baukünstlerische Zentren zwischen Spanien und Byzanz sowie England und Sizilien führt, und beim Meißner Dom als regionalem Hauptwerk gotischer Architektur, Skulptur und Glasmalerei schließt. Die Vorlesung ist Teil einer dreiteiligen Reihe von Überblicksvorlesungen zur Kunst des Mittelalters, die im nächsten Semester mit einem Blick auf die Kunst des späten Mittelalters fortgesetzt wird.
Die erste Vorlesung findet am 21.10. statt. - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
PHF-BA-KG-EM 3
(Einführung in die Bildkünste)
- Proseminar – [KuM Kg - Müller] Einführung in die Bildkünste
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Jürgen Müller
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde ABS/0E04/U In Präsenz - Beschreibung
- Das Proseminar führt in die wichtigsten bildkünstlerischen Gattungen – Malerei, Grafik, Plastik und Fotografie – ein. Im Mittelpunkt stehen die jeweiligen künstlerischen Techniken sowie die für ihre Beschreibung und Analyse grundlegenden Fachbegriffe. Anhand ausgewählter Werke werden zudem zentrale Fragestellungen und Methoden der Kunstgeschichte vorgestellt und erprobt.
Die erste Veranstaltung des Proseminares findet am 22.10. statt.
Um die im Seminar erworbenen Kenntnisse unmittelbar am Original anzuwenden, sind Besuche in den Dresdner Sammlungen vorgesehen. Zur Vertiefung wird begleitend ein Tutorium angeboten. Die Prüfungsleistung besteht in der Anfertigung einer Hausarbeit. - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Tutorium – [KuM Kg - Tut] Tutorium Einführung Bildkünste
- Lehrperson
-
- Kg Tutor/-in
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 6. Doppelstunde ABS/0114/U In Präsenz - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
PHF-BA-KG-SM 2
(Spezialwissen Kunsthistorische Forschung)
- Seminar – [KuM Kg - Geuer] Feuer in der Gegenwartskunst
- Lehrperson
-
- Dr. Lena Geuer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde ABS/0114/U In Präsenz - Beschreibung
- Unsere Zeit (b)rennt! In keinem menschlichen Zeitalter zuvor wurde soviel verbrannt wie im ‚Anthropozän‘, dem Zeitalter des anthropogenen Klimawandels. Feuer ist heute überall und scheint dennoch aus urbanen und privaten Räumen – zumindest ästhetisch – immer mehr zu verschwinden: Solarlampen ersetzen Wachskerzen, der Induktions- den Gasherd, Heizungen vertreiben Holzöfen. Trotzdem ist das Feuer so präsent wie nie zuvor. Denn der im 21. Jahrhundert aggressive Einsatz von fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Erdgas oder Kohle setzt Verbrennungsprozesse voraus, die ohne Feuer nicht möglich wären. Was hat es also mit dem Feuer, welches laut des Philosophen und Chemikers Jens Soentgen tierische und menschliche Kulturen sowie deren Verhalten seit jeher gestaltet und steuert, nun auf sich? Das Seminar „Feuer in der Gegenwartskunst“ setzt beim Feuer an und fragt nach seinen Verwicklungen in ökologische, soziale sowie ästhetische Prozesse. Ein zentrales Thema, welches in diesem Kontext anhand künstlerischer Arbeiten untersucht werden soll, bilden Waldbrände und ihre unterschiedlichen Auslöser bzw. (extraktiven) Funktionen. Zeitgenössische Künstler:innen wie Jeewi Lee, Julius von Bismarck, Ignacio Acosta oder auch Armin Linke haben in ihren Arbeiten auf unterschiedliche Art und Weise Waldbrände erforscht und in Bildern manifestiert. Im Seminar wollen wir die verschiedenen Herangehensweisen und Perspektiven kennenlernen, die mit und rund ums Feuer entstehen. Dazu zählt u.a. auch die des ‚Pyrofeminismus‘, nämlich die weibliche Aneignung des Feuers.
Zugleich soll der vielfältige Begriff des Feuers beleuchtet werden, der von Ambivalenzen geprägt ist. Denn Feuer kann Leben ermöglichen aber auch zerstören, es ist magisch und zentraler Bestandteil spiritueller Rituale, zugleich ist sein Rauch giftig und hinterlässt gefährliche Spuren. Das Faszinosum Feuer hat Künstler:innen seit jeher begeistert und inspiriert, im Seminar werden wir unseren Blick auf die Gegenwartskünste richten und ihre Bedeutung in Hinblick auf ökologische Frage- und Problemstellungen erforschen. Ein weiterer für das 21. Jahrhundert bedeutender Aspekt des Feuers, den die Künstlerin und Theoretikerin Hito Steyerl in ihrem Buch „Medium Hot: Bilder in Zeiten der Hitze“ verfolgt, befasst sich mit den Zusammenhängen von Thermodynamiken und Künstlicher Intelligenz. So werden schließlich auch Fragen nach der digitalen Bildgenerierung und deren künstlerischen Bedeutung Teil der Seminardiskussionen darstellen.
Die erste Veranstaltung dieses Seminares findet am 13.10. statt. - Literatur
-
- Bickmann, Isa (2026): Die Macht des Feuers. Objekt, Material, Zeichen. In: Kunstforum International (Hg.): Feuerwerke. Kunst in Flammen (308), S. 48–63.
- Cogos, Sarah (2020): Fire, people and reindeer in the boreal forest. the role of fire in the historical and contemporary interactions between Sami reindeer herding and forest management in northern Sweden. Ecology, environment. Université Paris-Saclay. Online verfügbar unter https://theses.hal.science/tel-03130524/file/82125_COGOS_2020_archivage.pdf.
- Draxler, Helmut: Das brennende Bild. Eine Kunstgeschichte des Feuers in der Neueren Zeit. In: Kunstforum International 1987 (87).
- Fowkes, Maja; Fowkes, Reuben (2022): Art and climate change. London, New York: Thames & Hudson (World of art).
- Heiser, Jörg (2026): Wie Hito Steyerl den Datenmüll durchkämmt. Republik. Zürich. Online verfügbar unter https://www.republik.ch/2026/07/07/wie-hito-steyerl-den-datenmuell-durchkaemmt.
- Kunstforum International (Hg.) (2026): Feuerwerke. Kunst in Flammen (308).
- Olman, Lynda; Schneider, Birgit (2024): Global Forest Visualization. From Green Marbles to Storyworlds. Oxford: Taylor & Francis Group (Routledge Focus on Environment and Sustainability Series).
- Ryd, Yngve (2024): Flamme und Glut. Die Feuerkunst der Samen. 1. Auflage. Berlin: Matthes & Seitz Berlin.
- Soentgen, Jens (2021): Pakt mit dem Feuer. Philosophie eines weltverändernden Bundes. Erste Auflage. Berlin: Matthes & Seitz Berlin.
- Steyerl, Hito (2025): Medium hot. Bilder in Zeiten der Hitze. Zürich, Berlin: Diaphanes.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Seminar – [KuM Kg - Schmidt] Plattenbauten als filmischer und künstlerischer Projektionsraum
- Lehrperson
-
- Dr. Frank Schmidt
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde ABS/0114/U In Präsenz - Beschreibung
- Industrielles Bauen und insbesondere der Plattenbau rücken in den vergangenen Jahren verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit. Anteil daran haben Ausstellungen wie „Wohnkomplex. Kunst und Leben im Plattenbau“ im Potsdamer Kunsthaus DAS MINSK (2025/26), „PLATTE OST / WEST. Wohnen und Bauen in Großtafelbauweise“ im Dresdner Stadtmuseum (bis 28. Februar 2027) und „Platte. Leben in der Großwohnsiedlung“ im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig (bis 17. Januar 2027). Sie thematisieren die Geschichte industrieller Bauweisen in Ost und West ebenso wie deren künstlerische Reflexion, die gesellschaftlichen Vorstellungen, die mit ihnen verbunden waren, und die individuellen Erfahrungen ihrer Bewohner*innen. Ausgehend von dieser Konjunktur nimmt das Seminar die Frage in den Blick, wie Plattenbauten und andere Formen der Großwohnsiedlung im Film und in der Bildenden Kunst mit unterschiedlichen gesellschaftlichen, politischen und erinnerungskulturellen Bedeutungen aufgeladen worden und werden.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Medium Film. Am Vorabend der politischen Wende entstanden ist Peter Kahanes „Die Architekten" (DDR 1990), der heute häufig als Abgesang auf die DDR gelesen wird. Indem er vom Scheitern eines ambitionierten Projekts in einer Ost-Berliner Satellitenstadt erzählt, zeigt das Werk die Diskrepanz zwischen planerischer Utopie und gesellschaftlicher Realität auf. Die politischen und sozialen Folgen der Wende macht Thomas Heises „Neustadt-Trilogie“ eindringlich sichtbar: Zwischen 1992 und 2007 begleitete der Filmemacher Bewohner*innen von Halle-Neustadt, um Alltag, Veränderungen und familiäre Beziehungen zu dokumentieren. Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen 1992 hat mit „Wir sind jung. Wir sind stark." (D 2014, Regie: Burhan Qurbani) wiederum eine filmische Verarbeitung erfahren. Dass die Großwohnsiedlung metaphorisch nicht ausschließlich mit ostdeutschen Transformationserfahrungen verbunden ist, zeigt „Sonne und Beton" (D 2023, Regie: David Wnendt), der vom Leben Jugendlicher in der West-Berliner Gropiusstadt erzählt, der von Geldnot, Drogen, Bandenkonflikten und Perspektivlosigkeit geprägt ist. Die Filme ermöglichen damit einen innerdeutschen Vergleich unterschiedlicher medialer Konstruktionen von Großwohnsiedlungen als sozialen Krisen- und Erfahrungsräumen.
In internationaler Hinsicht erweitern Krzysztof Kieślowskis „Dekalog" (PL 1988/89) und Mathieu Kassovitz’ „La Haine" (F 1995) die Perspektive. Während „Dekalog“ in einem tristen Warschauer Neubaugebiet spielt, folgt „La Haine“ dem perspektivlosen Leben dreier Jugendlicher in einer Pariser Banlieue.
Eine weitere Funktion des Plattenbaus liegt in der Konstruktion als Erinnerungsraum. In „Good Bye, Lenin!" (D 2003, Regie: Wolfgang Becker) verwandelt der Protagonist die Plattenbauwohnung seiner Mutter in eine künstliche DDR-Erinnerungswelt und versucht auf diese Weise, das untergegangene Land für sie zu konservieren.
Die Bildende Kunst hat den Plattenbau sowohl als Ausdruck gesellschaftlicher Utopien wie auch hinsichtlich seiner Widersprüche reflektiert. So überblendet Harald Metzkes’ 1984 entstandenes Gemälde „Aufbau von Marzahn“ die Entstehung der Berliner Großwohnsiedlung mit einer grotesk-surrealen Figurengruppe. Uwe Pfeifers in Halle-Neustadt entstandene Bilder wiederum schildern das Motiv der Neubausiedlung als ambivalente, von Menschenleere und architektonischer Monotonie geprägte Stadtlandschaft.
Mit Henrike Naumanns Diplomarbeit, der Installation „Triangular Stories (Amnesia & Terror)“ aus dem Jahr 2012 rückt gleichfalls die politische Aufladung des Plattenbaus in der Nachwendezeit in den Fokus. In ihrer Rekonstruktion zweier Zimmerecken aus Plattenbauwohnungen laufen zwei VHS-Videos, die gegensätzliche Jugendcliquen der frühen 1990er Jahre präsentieren: Anhänger*innen der Techno-Szene wird eine Gruppe Neonazis gegenübergestellt, die später den NSU gründen soll. Ergänzend bietet sich ein Blick auf die Arbeiten des britischen Konzeptkünstlers Stephen Willats an, etwa auf die Serie „Ein Spaziergang in Marzahn. Berlin, Juni 1992 – Januar 1993“, in der er in dem Wohngebiet Gebäude, Zeichen und Symbole fotografisch festgehalten hat.
Ziel des Seminars ist es, anhand von exemplarischen Fallstudien aus Film und Bildender Kunst zu untersuchen, wie Plattenbauten visuell konstituiert, symbolisch aufgeladen und gesellschaftlich bewertet werden. Im Mittelpunkt steht dabei auch die Frage, welchen Anteil ästhetische Bilder an der Erfindung, Wahrnehmung und Erinnerung architektonischer Räume haben: als Orte gesellschaftlichen Fortschritts und individueller Freiheit ebenso wie als Räume von Entfremdung, sozialem Konflikt und politischem Scheitern. Ergänzend dazu sind mehrere Exkursionen vorgesehen.
Die Bereitschaft zur regelmäßigen Teilnahme, zur Übernahme eines Referats und zur Lektüre begleitender Texte wird vorausgesetzt. Die Vergabe der Referatsthemen erfolgt in der ersten Sitzung. Die Anmeldung zum Seminar erfolgt über OPAL.
Die erste Veranstaltung dieses Seminares findet am 22.10. statt. - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Seminar – [KuM Kg - Walter] Die Kunst des Ornaments
- Lehrperson
-
- Dr. Julia Walter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 3. Doppelstunde ABS/0114/U In Präsenz - Beschreibung
- Der Wunsch oder vielmehr der Trieb zur Verzierung ist uns Menschen angeboren. Seit unserer Frühgeschichte ornamentieren, dekorieren und schmücken wir die Dinge unseres Lebens, angefangen bei unseren Körpern und Kleidern, über Gebrauchsgegenstände und Behausungen, bis hin zu Gärten und ganzen Landschaften. Die Bedeutung, das Ziel des Ornamentierens kann jeweils ganz unterschiedlich ausfallen: Wir verzieren aus reiner Freude, im Zusammenhang mit Ritualen, zum Zweck der Abwehr, zur Kenntlichmachung von sozialen Klassen (Ist Ornament eigentlich demokratisch? Kann es das sein?), im Bereich der Werbung u.a. Das Ornament kommuniziert also wie eine Sprache und schreibt seinem Träger durch Formen, Muster, Motiviken bestimmte Eigenschaften zu, die dieser ohne das Ornament nicht hätte.
In diesem Seminar wollen wir das Ornament in seinen verschiedenen künstlerischen Ausprägungen betrachten, stilgeschichtliche Entwicklungen nachvollziehen und Vergleiche anstellen. Wir wollen über den historisch langen Einfluss des aus der antiken Rhetorik stammenden Prinzips des „decorum“ auf das künstlerische Ornament sprechen und fragen, warum diesem spätestens um 1900 eine endgültige Abfuhr erteilt wurde (z.B. mit Adolf Loosʼ Text „Ornament und Verbrechen“, 1908 verf.). Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang das „richtige“ Verhältnis von Träger und Ornament zu sein: In manchen Zeiten galt dieses Verhältnis als unharmonisch, gar gestört, das hieß, das Ornament sollte besser in seiner „dienenden“ Funktion der Grundform untergeordnet bleiben oder gleich ganz wegfallen, sich jedoch nicht zur autonomen Kunstform erheben.
Wir wollen das Ornament zudem unter dem Aspekt der Wahrnehmung untersuchen, über Wirkungen von Formen sprechen und prüfen, ob bestimmte Muster universell, also seit Jahrhunderten weltweit immer wieder vorkommen. Und: Wie sieht es heute – im Zeitalter medialer Bilderfluten – mit dem Ornament aus?
Zu bearbeitende Themen werden in der ersten Sitzung am 12.10.26 vorgestellt und vergeben. - Literatur
-
- Gombrich, Ernst H.: Ornament und Kunst, Schmucktrieb und Ordnungssinn in der Psychologie des dekorativen Schaffens, Stuttgart 1982 (engl. Originalausgabe: The Sense of Order, Oxford 1979)
- Irmscher, Günter: Ornament in Europa 1450-2000, Köln 2005
- Lein, Edgar: Seemanns Lexikon der Ornamente, Herkunft / Entwicklung / Bedeutung, Leipzig 2004
- Meyer, Peter: Das Ornament, Zürich 1944
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Blockseminar – [KuM Kg - Geuer] Afrolateinamerikanische und karibische Künstlerinnen von 1960 bis heute
- Lehrperson
-
- Dr. Lena Geuer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis ABS/0213/U In Präsenz bis ABS/0017/U In Präsenz bis FOE/0102/U In Präsenz bis ABS/0017/U In Präsenz bis FOE/0102/U In Präsenz - Beschreibung
- In den späten 1970er Jahren performt die afroperuanische Künstlerin und Choreografin Victoria Santa Cruz ihr ausdruckstarkes Sprechgedicht „Me gritaron negra“ (Sie schrien Schwarze zu mir) und prangert damit die rassistische Diskriminierung von Afrolateinamerikaner:innen an. Sie erzählt wie sie anfangs unter den Anfeindungen litt, ihren Körper ablehnte, ihn verändern wollte – die Haare glätten, die Haut bleichen – doch berichtet auch davon wie sie schließlich ihre Identität annahm – „Al fin compredí“ (Endlich verstand ich) – und sie sogar mit Stolz zeigte: „negra soy“ (schwarz bin ich). Körperliche und ästhetische Identitätsprozesse, die rassistische Narrative als solche kennzeichnen und ihnen gegenüber Widerstand leisten, haben nach wie vor eine zentrale Bedeutung in den Arbeiten afrolateinamerikanischer zeitgenössischer Künstlerinnen.
Die Geschichte afrolateinamerikanischer Kunst hat zahlreiche Facetten. Sie erzählt die Kolonialgeschichte Lateinamerikas, die Geschichte der Sklaverei, der Missionierung, der Gewalt sowie auch die von (verdrängten) transkulturellen Praktiken und Ritualen.
Das Seminar widmet sich einem wichtigen Kapitel der afrolateinamerikanischen Kunstgeschichte, indem es den Blick auf weibliche Perspektiven und künstlerische Positionen von den 1960er Jahren bis heute wirft.
Die steigende Politisierung unterdrückter Minderheiten in Lateinamerika – beispielsweise indigener, queerer und feministischer Kollektive – hat im 21. Jahrhundert auch einen bedeutenden Einfluss auf die afrolateinamerikanische Kunst- und Theorieproduktion genommen. Die afrobrasilianische Aktivistin, Feministin und Philosophin Djamila Ribeiro, deren Ansätze wir im Seminar verfolgen werden, charakterisiert den Kampf des black feminism als antirassistisch, antikapitalistisch und antisexistisch. Dieser kritische feministische Blick soll auch auf hierzulande geführte Debatten geworfen werden, in denen einerseits die Dekolonisierung europäischer Kunstinstitutionen angestrebt wird, andererseits der sogenannte ‚kunsthistorische Kanon‘ jedoch nach wie vor stark eurozentrisch und westlich geprägt ist. Im Seminar werden künstlerische Arbeiten wie u. a. die von Belkis Ayón, Susana Pilar Delahante Matienzo, Gloria Rolando und Gwladys Gambie aus der Karibik, Rosana Paulino und Keila Sankofa aus Brasilien oder auch dem in Argentinien gegründeten Kollektiv Kukily vorgestellt, analysiert und in Hinblick auf Identitätsbegriffe kritisch befragt. Denn wodurch charakterisiert sich die sogenannte „afrolateinamerikanische Kunst“? Welche neuen Kategorien werden durch sie geschaffen? Welche Potenziale aber auch Widersprüche verbergen sich in diesem Begriff? - Literatur
-
- Adichie, Chimamanda Ngozi: We should all be feminists. TED Talk. Online verfügbar unter https://www.youtube.com/watch?v=hg3umXU_qWc.
- Alejandro de la Fuente (2018): Afro-Latin American Art. In: Alejandro de la Fuente und George Reid Andrews (Hg.): Afro-Latin American Studies. An Introduction. New York: Cambridge University Press, S. 348–405.
- Alejandro de la Fuente; George Reid Andrews (Hg.) (2018): Afro-Latin American Studies. An Introduction. New York: Cambridge University Press.
- Barton, Scott Alves (2018): Axé Bahia. The power of art in an Afro-Brazilian metropolis. Hg. v. Patrick Arthur Polk, Roberto Conduru, Sabrina Gledhill und Randal Johnson. Los Angeles: Fowler Museum at UCLA.
- Davila, Arlene (2016): Latino/a Art. Race and the Illusion of Equity. In: Art21 Magazine, 20.06.2016. Online verfügbar unter https://magazine.art21.org/2016/06/20/latinoa-art-race-and-the-illusion-of-equality/#.WXffXxSyw3Q.
- Edwards, Erica Denise (2016): Pardo is the New Black. The Urban Origins of Argentina’s Myth of Black Disappearance. In: Global Urban History (Blog), 19.12.2016. Online verfügbar unter https://globalurbanhistory.com/2016/12/19/pardo-is-the-new-black-the-urban-origins-of-argentinas-myth-of-black-disappearance/, zuletzt geprüft am 26.09.2024.
- Edwards, Erika Denise (2020): Hiding in plain sight. Black women, the law, and the making of a white Argentine Republic. Tuscaloosa: The University of Alabama Press.
- Fanon, Frantz (2016): Schwarze Haut, weiße Masken. Wien: Turia + Kant.
- Federici, Silvia (2020): Jenseits unserer Haut. Körper als umkämpfter Ort im Kapitalismus. Münster: Unrast Verlag.
- Flores, Tatiana (2021): Dialogues. In: Latin American and Latinx Visual Culture 3 (2), S. 46–49. DOI: 10.1525/lavc.2021.3.2.46.
- Gago, Verónica (2021): Für eine feministische Internationale. Wie wir alles verändern. Münster: Unrast Verlag.
- hooks, bell (2023): Feminismus für alle. Münster: Unrast Verlag.
- Kelly, Natasha A. (Hg.) (2022): Schwarzer Feminismus. Grundlagentexte. Münster: Unrast Verlag.
- Ludwig Forum Aachen (Hg.): Belkis Ayón. Ya estamos aquí (Wir sind schon hier). Ausstellungsheft 2022/23.
- Orsi, Verónica (Hg.) (2024): Queer-feministische Positionen. Ausgangspunkt: Südamerika und die Karibik. Unrast Verlag. 1. Auflage. Münster: UNRAST (Resistance & desire, 5).
- Overhoff Ferreira, Carolin (2023): Dekoloniale Kunstgeschichte. Eine methodische Einführung. Berlin, München: Deutscher Kunstverlag.
- Read, Alan (Hg.) (1996): The fact of blackness. Frantz Fanon and visual representation. London, Seattle: Institute of Contemporary Arts; Bay Press.
- Reckitt, Helena; Gosling, Lucinda; Robinson, Hilary; Tobin, Amy; Balshaw, Maria; Arakistain, Xabier (Hg.) (2019): The art of feminism. Images that shaped the fight for equality. London: Tate.
- Ribeiro, Djamila (2021): Myths About Black Brazilian Women. Prince Claus Laureate, 2021.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Seminar – [KuM Kg - Schankweiler] Faces and Traces - Zur Politik des Porträts. Projektseminar in Zusammenarbeit mit der Kustodie
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Kerstin Schankweiler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 6. Doppelstunde ABS/0114/U In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar begleiten wir ein Ausstellungsprojekt, das derzeit vom Kunstbesitz der Kustodie der TU Dresden anlässlich des Universitätsjubiläums 2028 vorbereitet wird. Im Zentrum steht die Geschichte universitärer Porträts als visuelle Praxis von Erinnerung, Macht und Repräsentation. Die Ausstellung fragt: Wer wurde porträtiert – und wer blieb unsichtbar? Welche Biografien wurden tradiert, welche marginalisiert? Und wie spiegeln sich in der Porträtgeschichte die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche, Zäsuren und Neuanfänge der Universität – von der Monarchie über die NS-Zeit und die DDR bis in die Gegenwart? Ein zentraler zeitgenössischer Bestandteil der Ausstellung ist eine neu entstehende Serie von 20 Porträts, die in Zusammenarbeit mit Prof. Christian Macketanz sowie Studierenden und Absolvent*innen der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK) realisiert wird.
Im Seminar setzen wir uns intensiv mit ausgewählten Bildnissen aus zwei Jahrhunderten auseinander, mit Gemälden und Grafiken ebenso wie mit plastischen Bildnissen und Porträtbüsten. Ausgehend vom Bestand der universitären Kunstsammlung untersuchen wir das Porträt nicht allein als Darstellung einer individuellen Person, sondern auch als Ausdruck institutioneller und gesellschaftlicher Ordnungen. Wir analysieren die Werke, recherchieren ihre Entstehungs- und Überlieferungskontexte und fragen nach Auftrag, Auswahl, Bildwürdigkeit und Funktion innerhalb der Universität. Vergleichend beziehen wir Gelehrtenbildnisse und universitäre Porträtgalerien anderer Hochschulen ein. Wir recherchieren in Archiven und führen Gespräche und Interviews mit Zeitzeug*innen. Ein wesentlicher Teil der Arbeit findet im Kunstbesitz der TU Dresden und unmittelbar vor den Originalen statt. Ergänzend besuchen wir weitere Dresdner Sammlungen und das Universitätsarchiv. Zugleich begleiten wir die Entstehung der neuen Porträtserie an der HfBK und kommen mit den beteiligten Künstler*innen über ihre Arbeit und Fragen zeitgenössischer Repräsentation ins Gespräch. Das Seminar verbindet kunsthistorische Objektarbeit und historische Recherche mit Einblicken in die praktische Entwicklung einer Ausstellung. Es richtet sich an Masterstudierende sowie an fortgeschrittene Bachelorstudierende.
WICHTIG: Das Projektseminar erstreckt sich über zwei Semester, die Teilnahme wird daher in beiden Semestern vorausgesetzt (WS 2026/27 und SomSe 2027). Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 15 Studierende begrenzt. Wir bitten um eine Bewerbung von max. 1,5 Seiten mit Motivationsschreiben und kurzem Lebenslauf bis zum 29.09.2026. Bitte senden Sie die Bewerbung als PDF an kerstin.schankweiler@tu-dresden. de und gwendolin.kremer@tu-dresden.de.
Die erste Veranstaltung dieses Seminares findet am 13.10. statt. - Literatur
-
- Hans Belting: Faces. Eine Geschichte des Gesichts, München 2013.
- Andreas Beyer: Das Porträt in der Malerei, München 2002.
- Babett Forster, Birgitt Hellmann (Hg.): Kluge Köpfe – Beredte Bilder. Gelehrtenbildnisse aus 450 Jahren Universitätsgeschichte Jena, Jena 2015.
- Ulrike Kremeier (Hg.): Ich Du Wir – Bildnisse in der DDR. Malerei und Bildhauerei aus der Sammlung des BLMK, Cottbus 2020, hier insbesondere zum Verhältnis von individuellem Bildnis, gesellschaftlichem Menschenbild und staatlich formuliertem „Wir“.
- Marcia Pointon: Portrayal and the Search for Identity, London 2013, hier insbesondere zu Identität, Gender, Körper, sozialer Position und den materiellen Codes des Porträts.
- Reiner Pommerin: Geschichte der TU Dresden 1828–2003, Köln, Weimar, Wien 2003.
- Rudolf Preimesberger/Hannah Baader/Nicola Suthor (Hg.): Porträt. Geschichte der klassischen Bildgattungen in Quellentexten und Kommentaren, Bd. 2, Berlin 1999 [Neuaufl. Darmstadt 2003].
- Joanna Woodall (Hg.): Portraiture. Facing the Subject, Manchester 1997, hier insbesondere zu „Likeness and Identity“, „The Portrait Transaction“ sowie zur Konstruktion sozialer und geschlechtlicher Identität im Porträt.
- Links zum Universitätsarchiv: https://de.487888.xyz/ua und https://de.487888.xyz/ua/archiv-bestaende/medienarchiv/praeambel-professorenkatalog
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Blockseminar – [KuM Kg - Schellenberger] Geschichte(n) für das Volk – Zu Bildungsauftrag und Geschlechterrollen im Wandbildprogramm in der Albrechtsburg
- Lehrperson
-
- Dr. Simona Schellenberger
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis ABS/0105/U In Präsenz bis am vereinbarten Ort In Präsenz bis am vereinbarten Ort In Präsenz bis am vereinbarten Ort In Präsenz bis am vereinbarten Ort In Präsenz - Beschreibung
- Auf der Albrechtsburg in Meißen haben elf akademisch ausgebildete Maler in den 1870er und 80er Jahren mehr als 20 monumentale Bilder auf die Wände gebracht. Das Schloss war 150 Jahren als Porzellanmanufaktur vernutzt worden. Dann wird es zum nationalen Kulturdenkmal. Die Sächsische Staatsregierung finanzierte Restaurierung und Ausgestaltung. Welche Ziele wurden damit verfolgt? Mit welchen bildkünstlerischen Mitteln wurden sie umgesetzt?
Im Seminar gehen wir folgenden Fragen nach:
Die Bilder folgen einem Konzept, das auf volkstümlicher Weise ausgewählte dynastie- und landesgeschichtliche Sujets umsetzte. Welche Geschichten werden erzählt und welche ausgelassen?
Was ist zum Entstehungskontext der Bilder zu erfahren und wie werden sie seit ihrer Fertigstellung rezipiert?
Praktisch üben wir uns in Bildbeschreibung und Bildanalyse und richten den Fokus dabei insbesondere auf die Darstellungen von Geschlechterrollen. Orientierung geben dabei die aktuell eingebrachten Interventionen zu Bildnissen von Fürstinnen.
Wir arbeiten zur Vermittlungspraxis in Museen, entwickeln Formatideen und formulieren Objekt- und Ausstellungstexte aus verschiedenen Perspektiven um Zusammenhängen zwischen Darstellung und Vermittlungsabsicht nachzuspüren.
Termine:
14.10.26, Einführung in die Thematik, 13-14:30 Uhr (ABS/U/105)
1. Block: 13. + 14.11.26 (Fr/Sa), Albrechtsburg Meißen, 10-16 Uhr
2. Block: 27. + 28.11.26 (Fr/Sa), Albrechtsburg Meißen, 10-16 Uhr - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
PHF-BA-KG-VM 2
(Themenportal Kunst der Vormoderne (Mittelalter - 18. Jahrhundert))
- Seminar – [KuM Kg - Walter] Die Kunst des Ornaments
- Lehrperson
-
- Dr. Julia Walter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 3. Doppelstunde ABS/0114/U In Präsenz - Beschreibung
- Der Wunsch oder vielmehr der Trieb zur Verzierung ist uns Menschen angeboren. Seit unserer Frühgeschichte ornamentieren, dekorieren und schmücken wir die Dinge unseres Lebens, angefangen bei unseren Körpern und Kleidern, über Gebrauchsgegenstände und Behausungen, bis hin zu Gärten und ganzen Landschaften. Die Bedeutung, das Ziel des Ornamentierens kann jeweils ganz unterschiedlich ausfallen: Wir verzieren aus reiner Freude, im Zusammenhang mit Ritualen, zum Zweck der Abwehr, zur Kenntlichmachung von sozialen Klassen (Ist Ornament eigentlich demokratisch? Kann es das sein?), im Bereich der Werbung u.a. Das Ornament kommuniziert also wie eine Sprache und schreibt seinem Träger durch Formen, Muster, Motiviken bestimmte Eigenschaften zu, die dieser ohne das Ornament nicht hätte.
In diesem Seminar wollen wir das Ornament in seinen verschiedenen künstlerischen Ausprägungen betrachten, stilgeschichtliche Entwicklungen nachvollziehen und Vergleiche anstellen. Wir wollen über den historisch langen Einfluss des aus der antiken Rhetorik stammenden Prinzips des „decorum“ auf das künstlerische Ornament sprechen und fragen, warum diesem spätestens um 1900 eine endgültige Abfuhr erteilt wurde (z.B. mit Adolf Loosʼ Text „Ornament und Verbrechen“, 1908 verf.). Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang das „richtige“ Verhältnis von Träger und Ornament zu sein: In manchen Zeiten galt dieses Verhältnis als unharmonisch, gar gestört, das hieß, das Ornament sollte besser in seiner „dienenden“ Funktion der Grundform untergeordnet bleiben oder gleich ganz wegfallen, sich jedoch nicht zur autonomen Kunstform erheben.
Wir wollen das Ornament zudem unter dem Aspekt der Wahrnehmung untersuchen, über Wirkungen von Formen sprechen und prüfen, ob bestimmte Muster universell, also seit Jahrhunderten weltweit immer wieder vorkommen. Und: Wie sieht es heute – im Zeitalter medialer Bilderfluten – mit dem Ornament aus?
Zu bearbeitende Themen werden in der ersten Sitzung am 12.10.26 vorgestellt und vergeben. - Literatur
-
- Gombrich, Ernst H.: Ornament und Kunst, Schmucktrieb und Ordnungssinn in der Psychologie des dekorativen Schaffens, Stuttgart 1982 (engl. Originalausgabe: The Sense of Order, Oxford 1979)
- Irmscher, Günter: Ornament in Europa 1450-2000, Köln 2005
- Lein, Edgar: Seemanns Lexikon der Ornamente, Herkunft / Entwicklung / Bedeutung, Leipzig 2004
- Meyer, Peter: Das Ornament, Zürich 1944
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Seminar – [KuM Kg - Schankweiler] Faces and Traces - Zur Politik des Porträts. Projektseminar in Zusammenarbeit mit der Kustodie
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Kerstin Schankweiler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 6. Doppelstunde ABS/0114/U In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar begleiten wir ein Ausstellungsprojekt, das derzeit vom Kunstbesitz der Kustodie der TU Dresden anlässlich des Universitätsjubiläums 2028 vorbereitet wird. Im Zentrum steht die Geschichte universitärer Porträts als visuelle Praxis von Erinnerung, Macht und Repräsentation. Die Ausstellung fragt: Wer wurde porträtiert – und wer blieb unsichtbar? Welche Biografien wurden tradiert, welche marginalisiert? Und wie spiegeln sich in der Porträtgeschichte die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche, Zäsuren und Neuanfänge der Universität – von der Monarchie über die NS-Zeit und die DDR bis in die Gegenwart? Ein zentraler zeitgenössischer Bestandteil der Ausstellung ist eine neu entstehende Serie von 20 Porträts, die in Zusammenarbeit mit Prof. Christian Macketanz sowie Studierenden und Absolvent*innen der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK) realisiert wird.
Im Seminar setzen wir uns intensiv mit ausgewählten Bildnissen aus zwei Jahrhunderten auseinander, mit Gemälden und Grafiken ebenso wie mit plastischen Bildnissen und Porträtbüsten. Ausgehend vom Bestand der universitären Kunstsammlung untersuchen wir das Porträt nicht allein als Darstellung einer individuellen Person, sondern auch als Ausdruck institutioneller und gesellschaftlicher Ordnungen. Wir analysieren die Werke, recherchieren ihre Entstehungs- und Überlieferungskontexte und fragen nach Auftrag, Auswahl, Bildwürdigkeit und Funktion innerhalb der Universität. Vergleichend beziehen wir Gelehrtenbildnisse und universitäre Porträtgalerien anderer Hochschulen ein. Wir recherchieren in Archiven und führen Gespräche und Interviews mit Zeitzeug*innen. Ein wesentlicher Teil der Arbeit findet im Kunstbesitz der TU Dresden und unmittelbar vor den Originalen statt. Ergänzend besuchen wir weitere Dresdner Sammlungen und das Universitätsarchiv. Zugleich begleiten wir die Entstehung der neuen Porträtserie an der HfBK und kommen mit den beteiligten Künstler*innen über ihre Arbeit und Fragen zeitgenössischer Repräsentation ins Gespräch. Das Seminar verbindet kunsthistorische Objektarbeit und historische Recherche mit Einblicken in die praktische Entwicklung einer Ausstellung. Es richtet sich an Masterstudierende sowie an fortgeschrittene Bachelorstudierende.
WICHTIG: Das Projektseminar erstreckt sich über zwei Semester, die Teilnahme wird daher in beiden Semestern vorausgesetzt (WS 2026/27 und SomSe 2027). Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 15 Studierende begrenzt. Wir bitten um eine Bewerbung von max. 1,5 Seiten mit Motivationsschreiben und kurzem Lebenslauf bis zum 29.09.2026. Bitte senden Sie die Bewerbung als PDF an kerstin.schankweiler@tu-dresden. de und gwendolin.kremer@tu-dresden.de.
Die erste Veranstaltung dieses Seminares findet am 13.10. statt. - Literatur
-
- Hans Belting: Faces. Eine Geschichte des Gesichts, München 2013.
- Andreas Beyer: Das Porträt in der Malerei, München 2002.
- Babett Forster, Birgitt Hellmann (Hg.): Kluge Köpfe – Beredte Bilder. Gelehrtenbildnisse aus 450 Jahren Universitätsgeschichte Jena, Jena 2015.
- Ulrike Kremeier (Hg.): Ich Du Wir – Bildnisse in der DDR. Malerei und Bildhauerei aus der Sammlung des BLMK, Cottbus 2020, hier insbesondere zum Verhältnis von individuellem Bildnis, gesellschaftlichem Menschenbild und staatlich formuliertem „Wir“.
- Marcia Pointon: Portrayal and the Search for Identity, London 2013, hier insbesondere zu Identität, Gender, Körper, sozialer Position und den materiellen Codes des Porträts.
- Reiner Pommerin: Geschichte der TU Dresden 1828–2003, Köln, Weimar, Wien 2003.
- Rudolf Preimesberger/Hannah Baader/Nicola Suthor (Hg.): Porträt. Geschichte der klassischen Bildgattungen in Quellentexten und Kommentaren, Bd. 2, Berlin 1999 [Neuaufl. Darmstadt 2003].
- Joanna Woodall (Hg.): Portraiture. Facing the Subject, Manchester 1997, hier insbesondere zu „Likeness and Identity“, „The Portrait Transaction“ sowie zur Konstruktion sozialer und geschlechtlicher Identität im Porträt.
- Links zum Universitätsarchiv: https://de.487888.xyz/ua und https://de.487888.xyz/ua/archiv-bestaende/medienarchiv/praeambel-professorenkatalog
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
- Blockseminar – [KuM Kg - Schellenberger] Geschichte(n) für das Volk – Zu Bildungsauftrag und Geschlechterrollen im Wandbildprogramm in der Albrechtsburg
- Lehrperson
-
- Dr. Simona Schellenberger
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis ABS/0105/U In Präsenz bis am vereinbarten Ort In Präsenz bis am vereinbarten Ort In Präsenz bis am vereinbarten Ort In Präsenz bis am vereinbarten Ort In Präsenz - Beschreibung
- Auf der Albrechtsburg in Meißen haben elf akademisch ausgebildete Maler in den 1870er und 80er Jahren mehr als 20 monumentale Bilder auf die Wände gebracht. Das Schloss war 150 Jahren als Porzellanmanufaktur vernutzt worden. Dann wird es zum nationalen Kulturdenkmal. Die Sächsische Staatsregierung finanzierte Restaurierung und Ausgestaltung. Welche Ziele wurden damit verfolgt? Mit welchen bildkünstlerischen Mitteln wurden sie umgesetzt?
Im Seminar gehen wir folgenden Fragen nach:
Die Bilder folgen einem Konzept, das auf volkstümlicher Weise ausgewählte dynastie- und landesgeschichtliche Sujets umsetzte. Welche Geschichten werden erzählt und welche ausgelassen?
Was ist zum Entstehungskontext der Bilder zu erfahren und wie werden sie seit ihrer Fertigstellung rezipiert?
Praktisch üben wir uns in Bildbeschreibung und Bildanalyse und richten den Fokus dabei insbesondere auf die Darstellungen von Geschlechterrollen. Orientierung geben dabei die aktuell eingebrachten Interventionen zu Bildnissen von Fürstinnen.
Wir arbeiten zur Vermittlungspraxis in Museen, entwickeln Formatideen und formulieren Objekt- und Ausstellungstexte aus verschiedenen Perspektiven um Zusammenhängen zwischen Darstellung und Vermittlungsabsicht nachzuspüren.
Termine:
14.10.26, Einführung in die Thematik, 13-14:30 Uhr (ABS/U/105)
1. Block: 13. + 14.11.26 (Fr/Sa), Albrechtsburg Meißen, 10-16 Uhr
2. Block: 27. + 28.11.26 (Fr/Sa), Albrechtsburg Meißen, 10-16 Uhr - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- AQUA
- Lehrplanung
PHF-BA-KG-EM 2
(Einführung in die Architekturgeschichte)
- Proseminar – [KuM Kg - Köhl] Einführung in die Architekturgeschichte
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Sascha Köhl
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde ABS/0114/U In Präsenz - Beschreibung
- Architektur prägt unseren Alltag und ist ständig präsent – aber nicht immer leicht zugänglich. Denn um sich eingehend mit ihr zu beschäftigen, um sie beschreiben, analysieren und interpretieren zu können, benötigt man spezielle Kenntnisse: etwa zur Fachterminologie, zu Gestaltungsregeln und -konventionen, zu Baumaterialien und -techniken, zu den verschiedenen Funktionen der Bauten und ihrer Räume, schließlich auch zum historischen Kontext der Bauprojekte. Diese Grundlagenkenntnisse und -fähigkeiten werden im Proseminar im Rahmen einer Reise durch die Architekturgeschichte vermittelt, die von der Antike bis zur Gegenwart führt, von der Akropolis bis zur Elbphilharmonie, vom Dresdner Barock bis zur zeitgenössischen Architektur Japans. Bestandteil dieses Proseminars ist auch ein Architekturspaziergang durch Dresden (am 26.10.)
Das Proseminar ist Teil des Pflichtmoduls im Kernbereich des Bachelor-Studiengangs Kunstgeschichte sowie im Ergänzungsbereich (70 Credits) anderer Bachelor-Studiengänge der Philosophischen Fakultät. Die Studienleistungen bestehen aus einer Klausur im Umfang von 90 Minuten.
Begleitend zum Proseminar findet ein Tutorium statt, in welchem die Themen vertiefend bearbeitet und weitere wesentliche Grundlagen anhand verschiedener (Haus-)Aufgaben eingeübt werden.
Die erste Veranstaltung des Proseminares findet am 12.10. statt. - Zuordnungen
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- Nicht modular
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- Lehrplanung
- Tutorium – [KuM Kg - Tut] Tutorium Einführung Architekturgeschichte
- Lehrperson
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- Kg Tutor/-in
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
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- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde ABS/0114/U In Präsenz - Zuordnungen
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- Nicht modular
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- Lehrplanung