28.09.2026
Forschung zu Open Government Data auf der RVI 2026 präsentiert
Am 24. und 25. September 2026 fand die 9. Fachtagung Rechts- und Verwaltungsinformatik (RVI 2026) an der Technischen Universität Dresden statt. Unter dem Leitthema „Digitale Resilienz und Souveränität – Booster für innovative Verwaltung und Staatsmodernisierung?“ bot die Tagung ein interdisziplinäres Forum für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu aktuellen Entwicklungen der digitalen Verwaltung. Im Fokus standen dabei unter anderem rechtliche, technische und organisatorische Fragestellungen der Verwaltungsdigitalisierung sowie die Bedeutung von Daten und digitalen Technologien für innovative Verwaltungsstrukturen.
Im Rahmen der RVI 2026 präsentierte Eric Börner das Paper „Mapping Individual Benefits: A Typology of Citizen-Centric Open Government Data Applications“. Die Studie beschäftigt sich mit der Frage, welchen individuellen Nutzen Bürger aus der Nutzung von Open Government Data (OGD) ziehen können. Während bisherige Forschung insbesondere den gesellschaftlichen, demokratischen und wirtschaftlichen Mehrwert von OGD untersucht hat, ist bislang weniger darüber bekannt, welche konkreten Vorteile und Nutzungsszenarien sich auf individueller Ebene ergeben. Der Beitrag untersucht die individuellen Vorteile und Mechanismen von OGD-basierten Anwendungen und stellt eine Typologie mit fünf verschiedenen Typen bürgerzentrierter OGD-Anwendungen vor.
Mit der Präsentation wurde zugleich die Forschung der Professuren ISIH und WIBE zu Open Government Data und deren Nutzung im Kontext der digitalen Verwaltung in den wissenschaftlichen Austausch der RVI eingebracht. Die Tagung bot dabei die Möglichkeit, die Forschungsergebnisse mit Vertreter aus Wissenschaft und Praxis zu diskutieren und Impulse für die weitere Forschung zu gewinnen.
Die Forschung wurde im Rahmen des Modellprojekts Smart Cities (MPSC) durchgeführt, gefördert durch die Stadt Dresden, das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie die KfW-Bank.