28.09.2026
Zwei Forschungsbeiträge auf der EGOV 2026 präsentiert
Vom 30. August bis zum 3. September 2026 nahmen Eric Börner (Professur für Wirtschaftsinformatik, insb. Informationssysteme in Industrie und Handel) und Richard Rau (Professur für Wirtschaftsinformatik, insb. Business Engineering) an der 25th IFIP WG 8.5 International Conference on Electronic Government (EGOV 2026) in Athen teil. Die internationale Konferenz bringt Wissenschaftler aus den Bereichen Electronic Government, Open Government Data, Smart Cities sowie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz im öffentlichen Sektor zusammen. In diesem Rahmen wurden zwei Forschungsbeiträge aus dem Umfeld der Professuren vorgestellt und mit dem internationalen Fachpublikum diskutiert.
Eric Börner präsentierte das Paper „The Social Dynamics of OGD-Based Application Development: A Case Study on Motivation and Networking“. Die Studie untersucht, welche Rolle die Motivation und die Vernetzung unabhängiger Entwickler für die langfristige Weiterentwicklung von Anwendungen auf Basis von Open Government Data (OGD) spielen. Anhand von zwei mobilen OGD-basierten Anwendungen, die seit mehr als zehn Jahren betrieben werden, wird betrachtet, wie sich Motivationsfaktoren und Netzwerke unabhängiger Entwickler von OGD-basierten Anwendungen im Zeitverlauf verändern.
Richard Rau stellte das gemeinsam mit Martin Wiener und Katja Bley verfasste Paper „Citizens’ Intention to (Re)Use Open Government Data: The Perspectives of Non-users and Users and the Moderating Role of Use Purposes“ vor. Die Studie untersucht, welche Faktoren die Absicht von Bürger beeinflussen, Open Government Data zu nutzen bzw. erneut zu nutzen. Auf Grundlage einer Befragung von 621 Personen unterscheiden die Autoren dabei zwischen bisherigen Nutzer und Personen ohne vorherige OGD-Nutzung. Die Ergebnisse zeigen Unterschiede zwischen beiden Gruppen: Während insbesondere der erwartete Nutzen und die Datenkompetenz für die erneute Nutzung durch bestehende Nutzer relevant sind, spielen bei Nicht-Nutzer unter anderem das Bewusstsein für OGD und dessen Beitrag zu Transparenz eine wichtige Rolle.
Die Teilnahme an der EGOV 2026 bot die Möglichkeit, aktuelle Forschungsergebnisse der Professuren im internationalen wissenschaftlichen Austausch zu präsentieren und neue Impulse für die weitere Forschung im Bereich Open Government Data und digitale Verwaltung zu gewinnen.
Die Forschung wurde im Rahmen des Modellprojekts Smart Cities (MPSC) durchgeführt, gefördert durch die Stadt Dresden, das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie die KfW-Bank.