Projekt "AIREVAC"
AIREVAC - KI-gestütztes Retrofit und energieeffizienter, bedarfsgerechter Betrieb von Lüftungs- und Klimaanlagen
| Projektleitung und -koordination: |
Prof. Dr.-Ing. Andre Kremonke |
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Auftraggeber: |
BMWE (FKZ: 03EN1132A) |
| Projektpartner: |
ebm-papst |
| Laufzeit: | 06/2026 - 05/2029 |
| LinkedIn: |
Kurzbeschreibung
Ein Open-Source-Tool soll aus Fotos vorhandener Lüftungs- und Klimageräte deren Größe und Auslegung bestimmen. Für Gebäudeeigentümer macht es das Einsparpotenzial eines Anlagentauschs schnell und nachvollziehbar sichtbar.
Ausgangslage
Der Großteil der Gebäude in Deutschland und der EU sind Bestandsgebäude unterschiedlicher Baualtersklassen. Die zugehörige Anlagentechnik ist meist 20 bis 40 Jahre alt und läuft häufig noch mit den Werkseinstellungen der Auslieferung. Das entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit.
Besonders relevant sind zentrale Lüftungs- und Klimaanlagen in Großgebäuden (Air Handling Units, AHU), da sie einen hohen Energieverbrauch und hohe Kosten verursachen.
Herausforderung
Die Hersteller haben in den letzten Jahren viel unternommen, um den Austausch (Retrofit) zu erleichtern. Ein flächendeckender Austausch scheitert bisher an mehreren Hemmnissen:
- hoher Planungsaufwand bei der Neuinstallation
- fehlende Unterlagen und Angaben zum aktuellen Betrieb der Bestandsanlagen
- sich ändernde politische Rahmenbedingungen (EPBD, Anforderungen an die Raumluftqualität)
- zunehmender Fachkräftemangel in der Heizungs- und Klimabranche
Dadurch bleiben Klimaschutzpotenziale ungenutzt.
Ziel und Ansatz
Methoden der künstlichen Intelligenz können diese Hemmnisse deutlich senken. KI-basierte Bildanalyse wird bereits erfolgreich eingesetzt, etwa in der Medizintechnik zur Mustererkennung. Im Projekt wird dieser Ansatz auf die Raum- und Klimatechnik übertragen. Das Vorhaben umfasst drei Schritte:
- Bildanalyse: Eine KI-basierte Open-Source-Software bestimmt aus Bildern die Größe und Auslegung der Klimatechnik, einschließlich der Einzelkomponenten.
- Fragebogen: Ein ergänzender Fragebogen erfasst Betriebsinformationen, die sich nicht aus Bildern ableiten lassen.
- Automatisierte Anlagenplanung: Die Ergebnisse aus Bildanalyse und Befragung fließen in eine automatisierte Planung der Ersatzanlage ein.