Projekt "Dig-Tool"
Digitales Toolboxsystem für die Entwicklung, Planung und den Betrieb von multifunktionalen Übergabesystemen in Gebäuden
| Projektleitung und -koordination: |
Prof. Dr.-Ing. habil. Joachim Seifert |
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Auftraggeber: |
BMWE (FKZ: 03EN1126A) |
| Projektpartner: |
ITG Institut für technische Gebäudeausrüstung Dresden Forschung u. Anwendung GmbH |
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Unterstützende Verbände: . |
Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie BDH |
| Laufzeit: | 04/2026 - 03/2029 |
| LinkedIn: |
Kurzbeschreibung
Durch die Energiewende entstehen an vielen Stellen neue, innovative Produkte. Waren in der Vergangenheit Brennwertkessel dominant, so werden diese zunehmend durch Wärmepumpen abgelöst. Diese Wärmepumpen können neben der Bereitstellung der Heiz- im Sommer Kühlenergie zur Verfügung stellen. Sie erfüllen somit eine mehrschichtige und ganzjährige Aufgabe.
In gleicher Weise verhält es sich mit Übergabesystemen im Raum. Dominierend waren in den zurückliegenden Jahren klassische freie Heizflächen (Radiatoren) bzw. Systeme, die in die Baukonstruktion (Fußboden / Wand und Decke) integriert waren. Zunehmend sind jedoch Systeme anzutreffen, die zum einen sehr niedrige Systemtemperaturen benötigen und zusätzlich funktionell den Heiz- und Kühlfall gleichermaßen adressieren. Genannt seien exemplarisch an dieser Stelle freie Heizflächen mit Ventilatorunterstützung. Oftmals wird die Aufgabe der reinen Wärmeübertragung noch mit der Funktion der Zuführung eines notwendigen Lüftungsvolumenstromes kombiniert. Besonders durch die Erfahrungen mit der Covid-19-Pandemie wird der Lufthygiene einen höheren Stellenwert zugeschrieben. In der Summe sollen alle Technologien zu einer akzeptablen „Indoor-Environmental Quality“ beitragen. Systeme, die neben den thermischen Funktionalitäten auch die lufthygienischen Funktionalitäten im Raum adressieren, werden auch als sogenannte „hybride Systeme“ bezeichnet. Die Bewertung dieser Systeme ist aktuell jedoch nicht geklärt, was zu Unsicherheit bei Entwicklern, Planern und Nutzern führt. Dies betrifft nicht nur den Aspekt der Auslegung und der (normativen) energetischen Bewertung, sondern vielmehr auch die Betriebsführung mit derartigen Systemen. Vor diesem Hintergrund möchte das avisierte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben ein Toolboxsystem für
- die Auslegung und Konzeptionierung,
- die (normative) energetische und hygienische Bewertung,
- sowie die Betriebsführung
von hybriden (multifunktionalen) Übergabesystemen erstellen.
Angestrebte Projektergebnisse
- Web-Tool für hybride Energiesysteme zur Wärme- und Kälteübergabe (Energiebedarfsberechnung; Nutzer: Planer / Architekten / Anwender)
- Digitaler Zwilling für die Produktentwicklung für hybride Übergabesysteme (Nutzer: Hersteller)
- Berechnungsalgorithmus zur möglichen Überführung in normative Verfahren für hybride Übergabesysteme